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Sambia: Radio-Schulen in Chikuni

Für eine bessere Zukunft und eine gesunde Umwelt

In der ländlichen Region Chikuni in Sambia sind viele Familien auf die Landwirtschaft angewiesen, um zu überleben. Aber das ist nicht leicht. Ernteausfälle und Überflutungen führen zu bitterer Armut. Durch Radio-Schulen und zusätzliche Bildung in der Agrarwirtschaft können Kinder ihre Zukunftsperspektiven verbessern (Proj. 61391/AA/12).

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Radioschulen in Chikuni
In der ländlichen Gemeinde Chikuni in Sambia betreibt der Kindernothilfe-Partner Chikuni Mission in Zusammenarbeit mit dem sambischen Bildungsministerium Radioschulen für Kinder. 80 Prozent der Mädchen und Jungen dort haben keine Möglichkeit, eine reguläre Schule zu besuchen. Meist ist der Weg einfach zu lang. Deshalb kommt die Schule zu den Kindern. Sie werden mit Hilfe von Radios unterrichtet. Lehrerinnen und Lehrer kümmern sich um die Radioschüler und üben mit ihnen den jeweiligen Lernstoff. Die Chikuni Mission arbeitet eng mit dem Bildungsministerium von Sambia zusammen. Die Kinder absolvieren die staatlichen Prüfungen am Ende jedes Schuljahres. Viele Chikuni-Radioschüler erreichen bei den staatlichen Tests gute Ergebnisse, manche sogar landesweit herausragende.

Unterricht in nachhaltiger Landwirtschaft
Die Kindernothilfe ergänzt den Radiounterricht an zehn Radioschulen durch eine zusätzliche Komponente: Die Kinder und Jugendlichen erhalten drei Jahre lang ein Mal in der Woche nach dem Radio-Schulprogramm Unterricht in nachhaltiger Landwirtschaft. Durch die Sendung lernen sie, wie sie die Wälder in der Umgebung ihrer Dörfer schützen können und wie sie sie durch Aufforstung vor Abholzung bewahren. 949 Kinder und Jugendliche nahmen 2008 an dem zusätzlichen Nachmittagsunterricht teil.

Foto: Jörg LichtenbergSchüler in Chikuni, Foto: Lichtenberg Praxis der nachhaltigen Landwirtschaft 
Ihr neu gewonnenes Wissen können die Kinder sofort praktisch umsetzen. Denn zu den Radioschulen gehören zehn Gärten, sowie Baumschulen, Brunnen und Bewässerungsanlagen. Dort säen, gärtnern und ernten die Mädchen und Jungen. Zwei Lehrer in jedem Dorf leiten die Schülerinnen und Schüler dabei an. Das angebaute Gemüse sichert die Ernährung der Schüler und ihrer Familien oder wird gewinnbringend verkauft. Ziel ist es, dass sich die Ernährungssituation der gesamten Dorfgemeinschaften sowohl kurzfristig als auch langfristig verbessert.

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