Zwei Drittel der Bevölkerung Swasilands leben in bitterster Armut. Besonders Kinder, aber auch Familienangehörige leiden an Unterernährung und Infektionskrankheiten, die durch verschmutztes Trinkwasser verursacht werden. Gemeinsam mit ihrem Partner African Cooperation Action Trust (ACAT) will Kindernothilfe die Lebensumstände dieser Menschen verbessern. In Seminaren lernen die Familien ökologische Anbaumethoden. Diese Kenntnisse können sie für den Anbau ihrer eigenen Nahrung gut verwenden. In anderen Unterrichtsstunden lernen sie, sich in Gruppen zu organisieren, mit Geld umzugehen und sich vor HIV / Aids zu schützen. Die Aufklärung über HIV / Aids ist besonders wichtig, da Swasiland die höchste HIV-Infektionsrate weltweit hat. (Projekt 74701/AA/12)

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Stichwort: Z57185, Aidswaisen Swasiland
Situation vor Ort
Während Mswati III als absoluter Monarch im Königreich Swasiland verschwenderisch mit Staatsgeldern umgeht, lebt die Bevölkerung in großer Armut: Zwei Drittel der Bevölkerung leben von weniger als einem US-Dollar am Tag. In den weit voneinander entfernten Siedlungen im Süden Swasilands gibt es weder ausreichend Nahrungsmittel noch sauberes Trinkwasser. Die Menschen sind stark unterernährt. Außerdem leiden sie an Infektionskrankheiten. Die gesunde Entwicklung der schwächsten der Gesellschaft - der Kinder - ist aufgrund ihrer Unterernährung gefährdet. Hinzu kommt, dass viele Kinder in den südlichen Regionen Swasilands noch nicht einmal die Grundschule abschließen. Grund dafür sind die hohen Kosten für den Transport, Schuluniformen und Materialien für den Unterricht. Sie sind vielmehr darauf angewiesen, dass ihre Kinder im Haushalt mithelfen oder arbeiten gehen. Daher nehmen viele Kinder eine Arbeit an, um zur Versorgung der Familie beizutragen. Über 70.000 Aidswaisen müssen auf diese Art ihre kleinen Geschwister versorgen. Dabei steigt die Zahl der Aidswaisen jedes weitere Jahr an. Circa 40 Prozent der 15- bis 19- Jährigen sind im Königreich Swasiland HIV-infiziert. Damit hat Swasiland die höchste HIV-Infiziertenrate der Welt.
Das Projekt
Gemeinsam mit der christlichen Organisation African Cooperation Action Trust (ACAT) versucht die Kindernothilfe, die Lebensumstände von Aidswaisen und besonders Bedürftigen zu verbessern. Eine langfristige Verbesserung der Lebensumstände ist aber nur möglich, wenn die Menschen lernen sich selber in Gemeinschaften zu organisieren, sich zu finanzieren und sich selbstständig zu verwalten. Um dies zu erreichen, schult der Kindernothilfe-Partner vor Ort die Dorfbewohner.

Foto: Karl Pfahler, Swasiland
Hilfe zur Selbsthilfe
Die Menschen schließen sich zu Gruppen zusammen. In die gemeinsame Kasse der Savings and Credit Cooperatives (SACCO) zahlt jedes Mitglied monatlich einen Betrag ein. Gruppenmitglieder können auf Bitten einen Kleinkredit erhalten, wenn sie ihn z. B. für die Eröffnung eines kleinen Ladens benötigen. In Raten und nur mit geringen Zinsen muss der Kredit später zurückgezahlt werden. Ärmere Dorfbewohner, die nicht genug Geld haben, um zu sparen, organisieren sich häufig zu Dritt, in so genannten Groups of 3 (G3). Der Kredit wird ihnen in diesen Gruppen zinslos gegeben. Bis zum Jahr 2010 rund 5.000 Erwachsene und 12.000 Kinder profitieren.
Ernährungssicherung
Die Dorfbewohner legen Gemüsegärten an. Somit können sie ihre Familie mit Nahrungsmitteln eigenständig versorgen. Den Rest verkaufen sie und verdienen somit noch ein wenig dazu. Die Ernte hilft den Menschen, sich gesünder und regelmäßiger zu ernähren. Bis 2010 wollen ACAT und freiwillige Helfer aus den Dörfern über 3.200 Personen mit dem ökologischen Anbau von Gemüsegärten vertraut gemacht haben.
Der Kampf gegen HIV / Aids ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Projektarbeit. 160 Freiwillige reisen durch die einzelnen Dörfer und klären über die Krankheit auf. In Schulungen durch die Mitarbeiter des Kindernothilfe-Partners vor Ort lernen sie, wie sie Erkrankte und Angehörige von Aids-Erkrankten betreuen können.
Spenderservice
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