In Indien klafft die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander, Armut ist allgegenwärtig. Besonders den Adivasi, den Ureinwohnern, fehlen selbst grundlegende Dinge. Sie leben am Rande der Gesellschaft. Das Projekt der Kindernothilfe macht betroffenen Kindern und Familien Hoffnung (Proj. 20092/AA/12).

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Stichwort: Z57349, Hilfe für Adivasi-Kinder
Ausgestoßen
In unserem Projektgebiet, dem Koraput Diskrikt im Süden des Bundesstaats Orissa, leben rund 2,5 Millionen Menschen, Dreiviertel davon in bitterer Armut. 60 Prozent der Familien sind Adivasi. Für sie existiert kein soziales Netz und nicht nur Hunger und Krankheit gefährden ihr Leben. „Die Adivasi werden im eigenen Land stigmatisiert", beschreibt Britta Adler, Projektkoordinatorin bei der Kindernothilfe, die Situation. „Sie gelten als rückständig und unterentwickelt. Adivasi-Kinder werden in der Schule gehänselt, diskriminiert und ausgestoßen!"
Gefahr für Kinder
Es mangelt überall an sauberem Wasser. Die Flüsse sind durch Industriemüll stark verseucht, Bewässerungsanlagen ausgetrocknet. In den meisten Dörfern gibt es kein Abwassersystem, die offenen Abflussrinnen verunreinigen das Trinkwasser zusätzlich. Krankheiten wie Malaria, Cholera und Typhus breiten sich aus, das kann besonders für Kleinkinder schnell tödlich enden.
Mangel an Bildung
Schulbildung hat für die Adivasi einen geringen Stellenwert. Statt zur Schule zu gehen, müssen viele Kinder arbeiten. Auch wenn sie zur Schule gehen, brechen über 60 Prozent der Adivasi-Jungen vorzeitig ab, bei Mädchen liegt die Quote sogar noch höher.

Kindern Zukunft schenken. Foto: Ralf Krämer
Gemeinsam stark
Wir haben mit unserem erfahrenen Partner IRDWSI (Integrated Rural Development of Weaker Sections in India) im Koraput Diskrikt ein neues Projekt gestartet, das in 20 Dörfern über 1.800 benachteiligte Adivasi-Kinder samt Familien unterstützt. Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe, Hauptakteure sind die Kinder und Familien selbst. Die Männer lernen in Selbsthilfegruppen Methoden zur ökologischen Bodenbewirtschaftung und Saatgutproduktion und bauen Bewässerungssysteme. Die Frauen werden in Gesundheitsvorsorge und Einkommen schaffenden Maßnahmen geschult. William Stanley, Direktor von IRDWSI: „All das verbessert die Familieneinkommen und damit auch die Ernährungs-, Gesundheits- und Bildungssituation der Kinder. So gelingt es uns, viele Mädchen und Jungen ins Schulsystem zu reintegrieren."
Adivasi reden mit
Alle Dorfbewohner werden über politische Fragestellungen und Hilfsprogramme der Regierung aufgeklärt. „So lernen die Kinder und Familien ihre Rechte kennen und vor allem, sie geltend zu machen", betont Stanley. „Das stärkt das Selbstbewusstsein der Adivasi und versetzt die Familien in die Lage, mitzureden und an Programmen der Regierung teilzunehmen." Ein wesentlicher Beitrag für den Projekterfolg!
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