Kindernothilfe e. V.

Nachmittagsschulen und Selbsthilfegruppen

Mit Wissen aus der Armut

Die Menschen im Distrikt Tirunelveli, im Süden des indischen Bundesstaats Tamil Nadu leiden seit Jahren unter großer Trockenheit und schweren Ernteverlusten, viele Kinder leiden immer wieder Hunger. Mit dem entsprechenden Know-How ist es möglich, der schwierigen Lebenssituation in dieser trockenen Region zu trotzen, doch daran fehlt es überall. Genau dieses Wissen stellt die Kindernothilfe gemeinsam mit der Partnerorganisation SANDS jetzt für Kinder und Erwachsene aus 31 Dörfern zur Verfügung. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende (Proj. 21651/AA/12).

Foto: Stefan Ernst, IndienzoomHelfen Sie mit Ihrer Spende!

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„Lieber in die Schule gehen!"
„Was macht Ihr nachmittags lieber: in die Schule gehen oder auf der Straße spielen?" Kindernothilfe-Auslandsmitarbeiter Stefan Ernst hatte es schon erwartet, doch wie eindeutig die Antwort auf seine Frage ausfiel, war dann doch überraschend für ihn: alle Kinder in dem kleinen südindischen Dorf wollten nicht nur vormittags in die staatliche, sondern auch nachmittags in die Förderschule gehen! „Weil wir dann mehr wissen und uns besser helfen können", so die nachgeschobene Begründung, die tief in die Seelen der Kinder blicken lässt. Das Selbstbewusstsein der Kinder ist auch unserem Projektpartner SANDS (Suviseshapuram and Neighbourhood Development Society) in der Vorbereitungsphase des Projekts aufgefallen und hat ihn bewogen, die Kinder ganz unmittelbar in die Programmgestaltung und -durchführung einzubeziehen. In jedem der 31 Dörfer des Projektgebietes wird es nach und nach eine fördernde Schule geben, die den Kindern den ganzen Nachmittag bis zu den frühen Abendstunden zur Verfügung steht. „Hier machen sie ihre Hausaufgaben, lernen aber auch
ganz viele praktische Dinge. Zum Beispiel, wie man einen Küchengarten anlegt. Sie bringen die Samen nach Hause und bereichern bald den Speiseplan ihrer Familien", erzählt Stefan Ernst begeistert.

Foto: Christoph EngelzoomKinder mit ihrem Kräutergarten. Foto: Christoph Engel Neue Formen der Landnutzung
Parallel zu den Bildungsangeboten für die Kinder werden Selbsthilfegruppen für Frauen und Männer gegründet, denen SANDS (Suviseshapuram and Neighbourhood Development Society) effiziente und ökologisch nachhaltige Formen der Landwirtschaft zeigt. Dabei spielen auch ganz neue Formen der Landnutzung eine Rolle, wie z. B. die Kultivierung von Naturheilkräutern oder die Einführung von Bienen- und Seidenraupenzuchtprogrammen. Die Selbsthilfegruppen finanzieren durch Sparprogramme selbst einen Teil des Projektes, wodurch die Identifikation mit den Programm-Aktivitäten besonders groß ist.

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