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Leonie Armingeon, Projekt- und Programmkoordinatorin Kenia und Malawi

Leonie Armingeon - Projekt- und Programmkoordinatorin Kenia und Malawi

Frau Armingeon, was ist Ihr Hintergrund und beruflicher Werdegang?

Ich habe einen Bachelor in Politikwissenschaft und Soziologie in Münster studiert und mich anschließend mit einem Master in Development Studies an der London School of Economics für eine Tätigkeit in der Entwicklungszusammenarbeit spezialisiert. Wichtig für die Entwicklung meines Berufswunsches waren unter anderem auch verschiedene Auslandsaufenthalte in einigen afrikanischen Ländern, die Praktika, Freiwilligenarbeit und Feldforschungsarbeiten zum Anlass hatten. Nach meinem Studium habe ich zunächst ein halbjähriges Praktikum bei der GIZ gemacht und dort anschließend kurzzeitig noch freiberuflich gearbeitet. Bei der Kindernothilfe bin ich dann 2011 im Rahmen der großen Dürre am Horn von Afrika eingestiegen, für die personelle Verstärkung gebraucht wurde. Seit 2012 arbeite ich nun als Projekt- und Programmkoordinatorin im Referat Afrika und bin zuständig für die beiden Länder Kenia und Malawi.

Welche Tätigkeit führen Sie heute aus und was zählt zu Ihrem Aufgabenbereich?

Als Koordinatorin für Kenia und Malawi bin ich momentan für 26 Projekte und Programme zuständig, die wir in Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen vor Ort umsetzen. Diese begleite ich im Prinzip von Anfang bis Ende - wenn Partner mit Projektideen auf uns zu kommen, prüfe ich ob wir diese grundsätzlich im Rahmen unserer Länderstrategie und mit den verfügbaren Finanzmitteln unterstützen können. Wenn ja, diskutiere ich mit dem Partner einen entsprechenden Projektantrag und reiche hin dann zur Genehmigung an unseren Vorstand. Ist das Projekt einmal genehmigt, ist auch Administratives zu tun, u.a. die Erstellung von Verträgen, die Veranlassung von Zahlungen, das Nachhalten wichtiger Dokumente. Außerdem begleite ich unsere Projekte inhaltlich, d.h. ich lese und kommentiere Monitoringberichte, bespreche Herausforderungen und Lösungsansätze und unterstütze die Durchführung von Evaluierungen. Auch ca. einmal jährliche Dienstreisen, bei denen ich die Projekte vor Ort besuche, gehören zu meinen Aufgaben. Überdies bin ich seit einem Jahr Mitglied des Kindesschutzteams der Kindernothilfe - eine spannende neue Aufgabe, bei der es darum geht das Thema Kindesschutz durch Weiterbildungen für unsere ausländischen Partner weltweit in unseren Projekten sowie auch in unserer eigenen Mitarbeiterschaft bei der Kindernothilfe  zu verankern.

Was gefällt Ihnen bei der Kindernothilfe am Besten?

Ein entscheidender Grund für mich bei der Kindernothilfe zu arbeiten, sind einige der entwicklungspolitischen Ansätze, die wir gemeinsam mit unseren Partnern in der Projektlandschaft der Kindernothilfe umsetzen und mit denen ich sehr gerne und aus Überzeugung arbeite: dem Kinderrechtsansatz, Hilfe zur Selbsthilfe, Partnerschaft auf Augenhöhe. Entwicklung als Recht zu begreifen, Menschen etwas zuzutrauen, gleichberechtigt zusammenarbeiten  - das sind Dinge, die meiner Vorstellung von Entwicklungszusammenarbeit entsprechen. Besonders schätze ich außerdem die Arbeitsatmosphäre und den Austausch mit Kollegen im In- und Ausland und die Möglichkeit unsere Partner und Projekte vor Ort zu besuchen. All das erlebe ich als eine echte Bereicherung.

Welche drei Tipps geben Sie jungen Nachwuchskräften, die bei der Kindernothilfe starten?

Sich von dem vielen Positiven begeistern und motivieren lassen, denn davon gibt es wirklich viel! Sich nicht unterkriegen lassen wenn es Gegenwind gibt, denn den gibt es natürlich auch immer wieder! Und wenn alles mal zu viel wird, den Überblick behalten und Prioritäten setzen, denn langweilig wird einem bei der Kindernothilfe bestimmt nicht!

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