Wie führt man ein selbstständiges Leben, wenn man ohne Hände geboren wurde? Die Balinesin Puji lächelt und erzählt, was sie kann: „Essen, in die Schule gehen, im Haushalt helfen, Gitarre spielen...eigentlich alles!" Das war nicht immer so. Kindernothilfe unterstützt ein Projekt, das Puji und viele andere Kinder mit Behinderungen auf ihrem Weg in eine bessere Zukunft begleitet (Proj. 28051/AF/46).
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Spendenkonto 45 45 40
BLZ 350 601 90
KD-Bank eG
Stichwort: Z57384, Kinder mit Behinderung
Puji, 14 Jahre
Es ist erstaunlich, wie gut dieses aufgeweckte Mädchen mit ihrer Behinderung umgehen kann und wie zielstrebig sie die Schule besucht. Vor ein paar Jahren als Grundschülerin war sie allerdings noch nicht so gefestigt. Die Mitschüler hänselten sie so sehr, dass sie die Grundschule nach der 3. Klasse verließ. Die Eltern waren zwar traurig, hatten aber Verständnis. Fortan half sie ihrer Mutter im Haushalt beim Fegen, Wäsche waschen und allen anderen Dingen.
Hoffnung
Dann kam eine Mitarbeiterin des Rehabilitationszentrums „Pusat Rehabilitasi Yakkum" in das Dorf Bantul und ermöglichte Puji die Fortsetzung der Grundschule in einer speziellen Klasse der Einrichtung. Heute ist sie wieder an einer ganz normalen weiterführenden Schule und kommt aufgrund ihres gestärkten Selbstbewusstseins gut mit ihren Mitschülern zurecht.
Projekt mit Erfolg
„Puji ist ein typisches Beispiel unserer Arbeit", so die Direktorin des Zentrums, Dr. Maria Widagdo, „die Kinder sind nicht mehr wie früher getrennt von ihren Eltern für längere Zeit in unserer Einrichtung, sondern werden in ihrem Umfeld gefördert, oder sind nur so kurz wie möglich in unserer Einrichtung. Puji war nur ein Jahr hier bei uns um dann wieder eine normale Schule besuchen zu können.”
Arbeit ausgeweitet
Die Arbeit unseres Partners hat sich in den letzten Jahren total verändert. Auslöser dieses Wandels war das schlimme Erdbeben von 2006, bei dem tausende Menschen verstümmelt wurden und das Zentrum wochenlang als Lazarett fungierte. Die Beziehungen zu den notfallbehandelten Kindern und Erwachsenen hat man seither aufrecht erhalten und betreut sie in ihren Dörfern weiter. Auf diese Weise können die Physiotherapeuten und Sozialarbeiter heute viel mehr Menschen erreichen, weil wesentliche Aufgaben von den Eltern und Betroffenen selbst übernommen werden.
Projekt mit Erfolg
Zur Zeit werden 840 Kinder mit Behinderungen erreicht. Auch Puji wird regelmäßig besucht. Sie möchte Schneiderin werden, wie ihre Mutter. Nach ihrem Schulabschluss wird sie dazu im Zentrum eine Ausbildung machen können. Auch das bieten die enorm vielseitigen Helfer an, die schon seit Jahren durch Spenden von Kindernothilfe unterstützt werden.
Besonderheit des Projekts
Die Organisation kümmert sich auch um die Vernetzung mit anderen, kleineren, Behinderteneinrichtungen um gegenüber öffentlichen Stellen mit einheitlicher Stimme zur Stärkung der Rechte Behinderter auftreten zu können.
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