Kindernothilfe e. V.

Zweite Chance für ehemalige Kinderarbeiter

Zweite Chance für ehemalige Kinderarbeiter

Auf der Insel Nias in Indonesien müssen Kinder harte Arbeit verrichten, um sich und ihre Familien mit zu ernähren. Zur Schule gehen die Kinder nicht. Wir wollen mit Ihrer Hilfe ein Projekt realisieren, dass betroffenen Kindern in Lernzentren die Chance auf Bildung gibt und schwere Formen von Kinderarbeit bekämpft. Bitte helfen Sie mit einer Spende (Proj. 28710/AA/13).

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Inselparadies ohne Kinderrechte
Die Insel Nias, westlich von Sumatra gelegen, gilt als eine der ärmsten und am wenigsten erschlossenen Regionen Indonesiens. Ihre etwa 800.000 Einwohner leben von traditioneller Landwirtschaft und Fischfang. Und davon, dass die meisten Kinder auf Nias arbeiten gehen. Weil viele Familien ihre Kinder nicht ausreichend ernähren können, werden sie überall eingesetzt: als Müllsammler, Steinehauer, Rikschafahrer, Plantagenarbeiter oder Lastenträger in Häfen.

Ein Leben in Armut und Gewalt
Fatili und Julius sammeln Plastikmüll. Sie tun das jeden Tag, seit Jahren. Sie leben mit ihren Eltern auf der Insel. Kinder wie Fatili und Julius lernen selten Lesen und Schreiben. Es gibt nur wenige Schulen auf Nias und wer als Kinderarbeiter die Einschulung versäumt hat, bekommt im staatlichen Schulwesen keine zweite Chance. Ein Leben in Armut ist damit vorprogrammiert. Aber es ist nicht nur das, was die Situation der Kinder auf Nias so besorgniserregend macht. Ein weiteres großes Problem ist die körperliche, seelische und auch sexuelle Gewalt gegen sie, sowie die weit verbreitete Tradition der Kinderehe. Die Gewalt gegen Kinder auf Nias hat in den letzten Jahren stark zugenommen.

Foto: Christian JungzoomEine zweite Chance in Lernzentren. Foto: Christian Jung, Indonesien. Eine zweite Chance für Bildung
Hier helfen keine Einzelmaßnahmen, hat unser Projektpartner PKPA* erkannt. Die Organisation ist sehr erfahren und setzt sich seit Jahren gegen Kinderarbeit und Kinderhandel in Indonesien ein. Auf Nias muss für Kinder so vieles getan werden. PKPA wird gleich mehrere Lernzentren ausbauen, die sich gezielt der ehemaligen Kinderarbeiter annehmen. Besonders die Kinder in den Steinbrüchen und auf den Mülldeponien sollen geschützt werden.

Arbeit gegen Kinderarbeit
Die schlimmsten Formen der Kinderarbeit werden gemeinsam mit den Kindern und ihren Familien einem neu gegründeten Aktionskomitee gemeldet. Hier werden für die Kinder Alternativstrategien entwickelt. Das Komitee wird nicht alleine arbeiten müssen: acht weitere lokale Kinder- und Jugendorganisationen für die Rechte der Kinder sollen gegründet werden. Es geht um einen Paradigmenwechsel auf Nias: die Gesellschaft soll ein verändertes Bewusstsein für Kinder entwickeln und sie als vollwertige Mitglieder ansehen.

Helfen Sie den Kindern aus dieser perspektivlosen Situation und setzen Sie sich mit uns und für die Rechte dieser Kinder ein:

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