Viele pakistanische Kinder leben in Angst. Sie müssen sich ständig davor fürchten, dass ihnen jemand weh tut, sie haben Angst vor ihren Eltern und Lehrern. Nicht wenige erfahren Tag für Tag körperliche Gewalt. Doch weder die pakistanische Gesellschaft noch der Staat stehen ihnen bei. Mit einer Spende helfen Sie diesen Kindern nun vierfach, denn für jeden Euro Spende erhält die Kindernothilfe drei weitere Euro Zuschüsse vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Unterstützen Sie unsere Aktion 1+3=4!
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Stichwort: Z57368, Aktion 1+3=4 in Pakistan
Gegen die Normalität der Prügelstrafe
Ein Gesetz aus dem Jahr 1860 gibt Eltern, Lehrern und anderen Aufsichtspersonen in Pakistan das Recht, bis zu 12 Jahre alte Kinder durch Schläge zu disziplinieren. Kinder zu prügeln, ist in Pakistan erschreckend normal wie eine Umfrage zeigt: 57% der Lehrer und 40% der Eltern halten die Prügelstrafe für notwendig und immerhin noch weitere 25% der Eltern für falsch, aber unvermeidbar. Lediglich 30% der pakistanischen Eltern prügeln laut dieser Untersuchung ihre Kinder nicht. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) nimmt Kindernothilfe gegen diese unhaltbaren Zustände in fünf großen Städten der Provinz North West Frontier in Pakistan den Kampf auf. Ist das unmittelbar erfahrene Leid schon groß genug, um für die Kinder aktiv zu werden, so geht es hier um die Zerschlagung eines Teufelskreises aus Gewalt, Missbrauch, Ausbeutung und Armut.
Gewalt treibt Kinder in Not und Armut
Oft misshandelte Kinder erbringen schlechtere Leistungen, haben eine höhere Schulabbrecherquote und laufen damit Gefahr, sich als Kinderarbeiter verdingen zu müssen. Mit dem bewährten Partner SPARC, einer seit 1992 in Pakistan agierenden Kinderrechts-Organisation, sollen immerhin 500.000 Schulkinder erreicht werden, die unter der Anwendung von Gewalt leiden. Oberstes Ziel ist nichts weniger als die Abschaffung des Gesetzes zur Erlaubnis der Prügelstrafe. Dazu werden 875 Lehrer und Schuldirektoren in angepassten Lehrmethoden weitergebildet. Sie sollen erfahren, wie Kinder ohne Prügel lernen und sich entwickeln. Für einen Bewusstseinswandel sollen 500 Meinungsführer aus Politik, Gerichtsbarkeit, Medien, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Religion und Lehrergewerkschaften sorgen. Insbesondere ihre eigene Rolle und die damit verbundenen Verpflichtungen sollen ihnen bewusst gemacht werden. Der Staat selbst gibt SPARC dafür ein gewichtiges Argument in die Hand: die UN-Kinderrechtskonvention ist schon seit langem ratifiziert.
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