1,5 Millionen Kinder auf den Philipinen leben auf der Straße, schätzen Experten. Sie fliehen aus dem Elend ihrer Familien oder vor Gewalt - und führen ein gefährliches Leben auf den Straßen der Städte. Die Kindernothilfe unterstützt ein Projekt, in dem jährlich rund 30 ehemalige Straßenkinder ein neues Zuhause finden und einen Schulabschluss machen können (Projekt 29801).

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Projekt: Stairway
Projekt-Nr.: 29801
geförderte Kinder: 32
Projektanteile gesamt: 294
Alkoholismus, Drogen, Spielsucht
Das sind die ständigen Begleiter vieler Menschen in den Elendsvierteln der philippinischen Großstädte. Viele Kinder werden Opfer häuslicher Gewalt und von Missbrauch an Kindern, zahlreiche Familien zerbrechen. Die Folge für viele Kinder: Ihnen bleibt nur ein Leben auf der Straße. Schätzungen zufolge leben 1,5 Millionen Kinder auf der Straße, 75.000 allein in Manila. Viele von ihnen stehlen, betteln oder prostituieren sich, um zu überleben. Wegen der falschen Ernährung lauern gefährliche Krankheiten: Tuberkulose, Atemwegsinfektionen und Durchfall sind nur einige. Durch das harte Leben auf der Straße können die Kinder keine Werte und Moralvorstellungen entwickeln. Die Endstation ist oft das Gefängnis
Zukunft für Straßenkinder (Projekt29801)
1988 gründeten der dänische Lehrer Lars Jörgensen und seine Frau Monica die Stairway Foundation. Ein Besuch in den Philippinen hatte ihnen die Notwendigkeit von Hilfe vor Augen geführt. 1990 zogen sie auf die Philippinen.
Auf der Insel Mindoro, rund 120 Kilometer südlich von Manila, bauten sie in einer wunderschönen Umgebung nahe der Küste die nötigen Gebäude. Wohn- und Speiseräume, ein Büro, Werkstätten, ein Klassenzimmer und eine Bühne gehörten dazu. Das friedliche Umfeld sollte den Kindern ideale Bedingungen geben, um möglichst normal aufwachsen zu können. Kinder, die in anderen Organisationen Rehabilitationsmaßnahmen durchliefen, kamen zu Seminaren.
Als das Ehepaar die Not der Kinder sah, entschloss es sich, ein halb- bis zweijähriges Rehabilitationsprogramm für rund 30 Kinder aufzubauen. Die körperliche, seelische und geistige Entwicklung sollte gefördert werden. Viele Kinder kommen aus dem Großraum Manila. In einer Atmosphäre voller Liebe und Vertrauen entwickeln die Mädchen und Jungen Selbstvertrauen und Teamfähigkeit und bauen ein neues Wertesystem auf. Der klar strukturierte Tag hilft, Disziplin einzuüben.
In der Einrichtung haben die Kinder die Chance auf einen anerkannten Schulabschluss. Der Zugang zu einer formalen Berufsausbildung ist damit offen. Jedes Jahr schließen 24 bis 30 junge Leute zwischen 16 und 20 Jahren den Kurs erfolgreich ab. Daneben lernen die Kinder berufliche Fertigkeiten. Dazu gehört das Herstellen von Kunstgegenständen aus Bambus und Holz, Schmuck oder Papier.
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Weitere Informationen unter http://www.stairwayfoundation.org/