Sri Lanka: Zukunft für die Kinder in Sri Lanka

Zukunft für Kinder in Sri Lanka

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An der Westküste Sri Lankas südlich der Hauptstadt Colombo ist das Leben der Mädchen und Jungen geprägt von Armut, Perspektivlosigkeit und Gewalt. Die Kinder wachsen in Slums auf, leben meist in winzigen Hütten aus Holz und Wellblech. Fließend Wasser, Strom oder sanitäre Anlagen gibt es kaum. Diese ärmlichen Verhältnisse bieten den Kindern fast keine Chance auf ein besseres Leben. Denn schon früh müssen sie zum Lebensunterhalt der Familien beitragen und können deshalb meist nicht regelmäßig die Schule besuchen - einen Schulabschluss erlangen viele von ihnen nie. (Projekt 24501/AA/12).

Perspektivlosigkeit
Die Gemeinden bieten kaum wirtschaftliche Möglichkeiten für die Menschen vor Ort. Viele von ihnen haben keine Schulausbildung, besitzen kein Land. Ohne jegliche Bildung und Berufsfachkenntnisse haben sie keine Chance auf einen guten, dauerhaften Job. Die meisten sind Saisonarbeiter und haben nur ein geringes und unregelmäßiges Einkommen. Viele arbeiten im Fischereigewerbe, können sich aber keine eigenen Boote leisten. Sie müssen entweder zu hohen Preisen Fischerboote ausleihen oder fischen direkt an der Küste ohne Boote. Dies ist aufgrund der Wetterbedingungen und der Stärke der Brandung nur während sechs Monaten im Jahr möglich. Die restliche Zeit versuchen sie sich und ihre Familien mit Tagelöhnerjobs über Wasser zu halten. Ein schwieriges Unterfangen. Aufgrund der trostlosen Situation der meisten Familien in den Slums sind soziale Probleme wie Alkohol- und Drogenmissbrauch sowie Spielsucht extrem weit verbreitet. Auch sexueller Missbrauch an Kindern und Frauen sowie häusliche Gewalt prägen das Leben.

Gemeinden bieten kaum wirtschaftliche Möglichkeiten vor Ort. zoomDie Gemeinden bieten kaum wirtschaftliche Möglichkeiten für die Menschen vor Ort. Foto: Alexandra Höner Insbesondere die Kinder leiden
Die Kinder in den fünf Gemeinden sind von den Problemen besonders betroffen. Die sozialen und finanziellen Probleme der Familien beeinträchtigen die Entwicklung und zerstören die Zukunftschancen der Mädchen und Jungen. Obwohl der Schulbesuch in Sri Lanka kostenlos ist, benötigen die Kinder Hefte, Stifte, Bücher und Schuluniformen. Luxus für die meisten von ihnen, so brechen viele Kinder und Jugendliche die Schule vorzeitig ab. Zudem fehlt den meisten zu Hause ein ruhiger Ort, an dem sie Hausaufgaben erledigen oder lernen können. Ein Stuhl, ein Tisch und ausreichende Beleuchtung gibt es in den meisten armseligen Behausungen nicht. Einen Ort zu finden, an dem die Kinder zur Ruhe kommen können, lernen können oder gar ein offenes Ohr finden, bleibt fast allen von ihnen versagt.

Den Kindern eine Zukunft schenken
Das Kindernothilfeprojekt umfasst fünf Dörfer mit ca. 5000 Einwohnern. Bei der Arbeit stehen die Kinder im Mittelpunkt. Es werden Zentren eingerichtet, in denen die Mädchen und Jungen endlich einmal Ruhe finden und über ihre Probleme sprechen können. Hier können sie Kind sein:spielen, Sport treiben, malen oder handarbeiten. Die Mitarbeiter helfen ihnen bei ihren Hausaufgaben und geben auch Schulabbrechern speziellen Unterricht, um sie langsam wieder in den Schulalltag zurückzuführen. Die Sozialarbeiter der Einrichtungen sind Ansprechpartner und Vertrauenspersonen für die Kinder, mit denen sie über ihre Probleme reden können. Regelmäßig erhalten die Kinder nahrhafte Mahlzeiten und werden ärztlich untersucht. Zudem werden die bedürftigen Kinder mit Stiften, Büchern, Heften und Schultaschen ausgestattet - so dass sie dem Schulunterricht gut und mit Freude folgen können.

Kinder brauchen Eltern
Damit sich auch die Gesamtsituation der Familien verbessert initiiert das Projekt die Gründung von Selbsthilfegruppen. In diesen Gruppen treffen sich die Mütter der Kinder ein Mal in der Woche. Dort diskutieren sie aktuelle Probleme und sparen außerdem Geld. Jede Frau zahlt jeden Monat einen kleinen Betrag in die Gemeinschaftskasse der Gruppe ein. Von diesem Geld werden dann Kredite an die Frauen der Gruppe vergeben. So können sie kleine Geschäftsideen verwirklichen. Um diese Eigeninitiative zu unterstützen bietet der Kindernothilfepartner Seminare unter anderem zu den Themen "Sparen und Wirtschaften" oder "Gesundheit und Ernährung" an.

Kindern Hoffnung schenken.zoomHoffnung für die Kinder in Sri Lanka. Foto: Uta Rademacher   Alle ziehen an einem Strang
Es ist wichtig, dass neben den Kindern auch die Eltern gestärkt werden. Nur so können die Familien gemeinsam den Weg aus dem Teufelskreis aus der Armut schaffen. Die Kinder werden auch Zuhause gut ernährt, können regelmäßig die Schule besuchen, statt zum Lebensunterhalt der Familien beitragen zu müssen und blicken somit positiv in eine gesunde und besserre Zukunft.

Damit die Kinder ihre individuellen Potenziale entfalten und ein möglichst selbstständiges Leben führen können, benötigen wir dringend Ihre Hilfe.

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