Sexuelle Ausbeutung von Kindern, Zwangsprostitution und Menschenhandel gehören zum grausamen Alltag im Grenzgebiet zwischen Thailand und Laos. Besonders betroffen sind junge Mädchen. Doch kaum jemand interessiert sich für ihr unerträgliches Leid. Helfen Sie uns, den jungen Mädchen Hoffnung zu geben und sie von ihrem grausamen Schicksal zu befreien. (Projekt: 30341)

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Projekt: Kinder von Prostitution schützen
Projekt-Nr.: 30341
geförderte Kinder: 700
Projektanteile gesamt: 261
Grenzgebiete
In den vielen kleinen Dörfern an der laotisch-thailändischen Grenze reihen sich sogenannte „Karaokebars" eng aneinander. Junge laotische Mädchen aus extrem armen Familien werden unter Vorspiegelung falscher Tatsachen nach Thailand gelockt und dann in diesen Bars zur Prostitution gezwungen. Der Traum von einem Job, mit dem sie ihre Familien unterstützen können, macht sie zur leichten Beute der Schlepperbanden. Nur wenige Kilometer hinter der Grenze beginnt ihr Albtraum. Die Brutalität und Perspektivlosigkeit des Lebens der jungen Mädchen zu beschreiben, ist fast unmöglich: Schutzlos sind sie ihren Zuhältern,
brutalen Vergewaltigungen durch Gangs und sexuell übertragbaren Krankheiten ausgeliefert. Die Polizei interessiert sich nicht für sie - denn als laotische Staatsbürgerinnen, sind sie in Thailand Menschen zweiter Klasse. Von der medizinischen Versorgung
sind sie ebenfalls ausgeschlossen.
Hoffnung Thailand
Lida ist heute 15 Jahre alt. Sie ist in einem kleinen laotischen Dorf mit sechs Geschwistern aufgewachsen. Ihre Eltern schuften für einen Hungerlohn auf den Äckern fremder Bauern. Lida hat nie eine Schule besucht, schon früh musste sie sich um den Haushalt und die jüngeren Geschwister kümmern. Mit nur 13 Jahren schloss sie sich einer Gruppe junger Mädchen an, die ihr Glück im „reichen" Thailand suchen wollten. Doch die vermeintlich nette Jobvermittlerin, die Lida eine gute Arbeit versprochen hatte, entpuppte sich als Mitglied einer Schlepperbande. Lidas Reise endete nach nur wenigen Stunden in einem Bordell. Hier wurde sie von einem Zuhälter misshandelt und missbraucht. Verängstigt und eingeschüchtert fügt sie sich seitdem ihrem Schicksal.

Kindern eine Zukunft geben! Foto: Stefanie Geich-Gimbel
Hilfe undercover
Durch Präventation schützen! Foto Gerd Klasen
Gemeinsam
Das noch junge Projekt trägt bereits erste Früchte. Die Zusammenarbeit mit den lokalen Krankenhäuser läuft so gut, dass sich Ärzte bereit erklärt haben, regelmäßige Hausbesuche in den Bars durchzuführen. So können sich die Mädchen untersuchen lassen und Medikamente bekommen. Zudem finden sie bei den Ärzten ein offenes Ohr und schnelle Hilfe. Denn viele der Mädchen erleben tagtäglich schreckliche Dinge, die Körper und Seele krank machen.
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