Chile

Chile: Kaum Schäden nach schwerem Erdbeben

Am 2. Januar 2011 erschütterte ein schweres Erdbeben der Stärke 7,1 die zentralchilenische Küste. Menschen kamen nicht zu Schaden, auch Kindernothilfe-Projekte waren nicht betroffen. Obwohl es keine Warnung gegeben hatte, brach bei der Bevölkerung aus Angst vor einem Tsunami Panik aus.

-zoomKindernothilfe-Projekt in Lota. Foto: Kindernothilfe-Partner Das Epizentrum des Bebens lag rund 100 Kilometer nordwestlich der Stadt Temuco in 17 Kilometern Tiefe. 170 km entfernt hatte im Februar 2010 ein schweres Erdbeben einen Tsunami ausgelöst. Damals waren 700 Menschen ums Leben gekommen, weite Teile der Küste wurden verwüstet. Deshalb löste das neuerliche Beben große Panik in der Bevölkerung aus - zehntausende Küstenbewohner flüchteten an höher gelegene Orte.

Nach Informationen der Kindernothilfe-Partner vor Ort und der chilenischen Katastrophenbehörde ONEMI kamen dieses Mal keine Personen zu Schaden, auch Häuser wurden nicht beschädigt oder zerstört. Lediglich zerstörte Telefonleitungen und Stromausfälle waren zu verzeichnen. Der Kindernothilfe-Partner ANIDE hatte sich direkt nach dem Erdstoß mit allen Projekten in Verbindung gesetzt, die in dem am stärksten betroffenen Gebiet liegen (92028, 92041, 92042, 92043, 92046, 92048 in Temuco, Coronel und Lota). „In der Küstengegend von Coronel gab es erhöhten Wellengang, aber keinen Tsunami", erfuhr Eva Böckel, die für Chile zuständige Kindernothilfe-Mitarbeiterin. „Der Schreck in der Bevölkerung war allerdings riesengroß."

Chile liegt am Pazifischen Feuerring. An dem hufeisenförmigen Vulkangürtel stoßen mehrere Kontinentalplatten und ozeanische Platten aneinander. Sie sind ständig in Bewegung, deshalb gehören Erdstöße in Chile schon fast zum Alltag.

Das stärkste Erdbeben der Welt wurde am 22.5.1960 im chilenischen Valdivia mit 9,5 auf der Richterskala gemessen.

 

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