In den Armenvierteln Santiagos, der Hauptstadt von Chile, hat jedes vierte Kind eine Mutter, die jünger als zwanzig Jahre ist. Die oft erst Zwölf- bis 16jährigen stehen häufig ganz alleine da und sind mit ihrer Mutterrolle völlig überfordert. Darunter leiden ganz besonders ihre Kinder. Das Projekt „Ayudando a crecer" setzt sich für junge Mütter und ihre Babys ein (Proj. 92045).
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Projekt: Ayudando a crecer
Projekt-Nr.: 92045
geförderte Kinder: 500
Projektanteile gesamt: 196
Überforderung minderjähriger Mütter
Fehlende Sexualaufklärung und sexueller Missbrauch sind Gründe für etliche Teenagerschwangerschaften vor allem in den Armenvierteln der Stadt. Zwei Drittel der schwangeren Mädchen brechen ihre Schullaufbahn ab, geraten in eine Armutsspirale, der sie und ihre Kinder ein Leben lang nicht entkommen. Ohne Abschluss haben sie keine Aussichten auf einen Beruf. Die minderjährigen Väter - sofern sie überhaupt wollen - können die Mütter finanziell nicht unterstützen. So bleiben die Teenager-Mütter auf ihre armen und konfliktträchtigen Herkunftsfamilien angewiesen. Dass Frühschwangerschaften als Schade gelten, bekommen die jungen Mädchen deutlich zu spüren. Allein gelassen und völlig überfordert leiden daher viele minderjährige Mütter an einem niedrigen Selbstwertgefühl, sozialer Isolation und Perspektivlosigkeit.
Babys werden vernachlässigt
Die Babys, die unter solchen schwierigen Umständen aufwachsen, sind oft fehl- und mangelernährt, werden nicht ausreichend gefördert, medizinisch versorgt, vernachlässigt und im schlimmsten Fall sogar misshandelt. Komplikationen bei der Geburt sind zudem bei jungen Mädchen besonders häufig. Vor allem aber die emotionale Unreife der Mütter und die mangelnde medizinischer Kontrolle und Betreuung während der Schwangerschaft wirken sich negativ auf die Kinder aus.

Foto: Kindernothilfe
„Ayudando a crecer" heißt Hilfe zum Wachsen (Proj. 92045)
Das Vikariat für Sozialdienste der Erzdiözese Santiago fördert in dem Programm „Ayudando a crecer" 500 Schwangere und junge Mütter, um ihnen ein eigenständiges Leben außerhalb von Armut zu ermöglichen. Ausgebildete Betreuerinnen beraten die Schwangeren und zeigen jungen Müttern, wie sie ihre Babys pflegen und fördern können, um Vernachlässigung und Misshandlungen zu verhindern und die Mutter-Kind Beziehung zu stärken. Wenn möglich, werden auch die Väter einbezogen. Zudem organisieren die Betreuerinnen Kindergartenplätze für die Babys, damit die Mädchen ihre Schule abschließen und ausbildende Kurse belegen können.
Aufklärungs- und Präventionsarbeit
Um alle lokalen Ressourcen seitens der Behörden, Bildungseinrichtungen und anderen Organisationen zugunsten der minderjährigen Mütter zu nutzen, betreiben die Betreuerinnen Netzwerkarbeit. Zugleich informieren sie über die Not der Teenager-Mütter. Opfer von sexuellem Missbrauch werden eng psychologisch und während Gerichtsverfahren betreut. Aufklärungskampagnen in Schulen zu Sexualität und Verhütung sollen Teenagerschwangerschaften weiter reduzieren und die Diskriminierung schwangerer Mädchen verringern.
Bitte helfen Sie uns, minderjährigen Müttern und Ihren Kindern in Santiago eine bessere Zukunftsperspektive zu geben und den Kreislauf aus Armut durch Frühschwangerschaften im Projektgebiet zu durchbrechen.
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Fragen und Antworten zur
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