
Helfen Sie mit Ihrer Spende!
Spendenkonto: 45 45 40
BLZ: 350 601 90
Bank: KD-Bank eG
Stichwort: Z57288, Gemeinwesen
In den Dörfern rund um die Pfarrgemeinde San Andrés, fernab von allen Städten auf ca. 3.500 Meter Höhe im Hochland Ecuadors, leben die Nachfahren der Puruhá unter einfachsten Bedingungen: Die Familien wohnen in bescheidenen Hütten. Auf ihren kleinen Feldern erwirtschaften sie kaum das Nötigste zum Überleben. Die Kinder leiden extrem unter den harten Lebensbedingungen: Sie haben kaum eine Chance, Kind zu sein - schon früh müssen sie auf dem Feld und im Haushalt mitarbeiten. Die Kindernothilfe und die ecuadorianische NGO "CESA" (Central Ecuatoriana de Servicios Agrícolas) stärken das ganze Gemeinwesen, so dass die Familien ihre Armut aus eigener Kraft überwinden können.
Qualitativ hochwertigere Schulbildung für mehr als 450 Kinder (Projekt 86005/AA/12)
Die indigene Bevölkerung spricht Quechua als Muttersprache, die spanische Sprache beherrscht sie nur bedingt. Ihre Sprache, Kultur und Traditionen pflegen die Familien sehr bewusst. Ein Großteil der Bewohner kann jedoch kaum lesen und schreiben. Im Rahmen des Projekts wird die Schulbildung der rund 450 Kinder und Jugendlichen gefördert. Ziel ist es, den Unterricht in den Gemeinden an der Lebenswirklichkeit der Kinder zu orientieren und die Lehrer in didaktischen Unterrichtsmethoden zu schulen, um so den Unterricht kindzentrierter und interessanter zu ges-talten. Dies soll nicht nur die Freude am Lernen steigern, sondern bei den Kindern vor allem auch für bessere Schulleistungen sorgen. Darüber hinaus trägt das pädagogische Konzept zu einem respektvolleren Miteinander in den Schulen bei.
Verbesserte ökologische Anbaumethoden und Mikrokredite steigern das Einkommen
Auf ihren Feldern bauen die Familien vorwiegend Kartoffeln, Bohnen und Gerste an - Monokulturen, die die empfindlichen Böden auslaugen. Die geringen Erträge reichen kaum für das tägliche Über-leben der Familien, Geld verdienen sie damit nur selten. Durch das Projekt erlernen die Familien effektive und ökologische Anbaumethoden und verbessern ihren Lebensunterhalt z. B. durch Hüh-ner- und Meerschweinchenzucht. Denn durch den Verkauf der Tiere verdienen sie zusätzlich Geld.
Zudem bietet der Projektträger den kleinbäuerlichen Familien und jungen Erwachsenen aus der Gemeinde die Möglichkeit Mikrokredite zur Gründung kleiner Geschäfte oder den Kauf von Saatgut zu beantragen, um ihre Einkommenssituation nachhaltig zu verbessern und der starken Migration in die größeren Städte entgegenzuwirken.
Gesundheitsförderung
Die gesundheitliche Versorgung in den Gemeinden ist völlig unzureichend: Es gibt keinen Arzt, viele Menschen leiden unter Mangelernährung und Infektionskrankheiten. Durchfall, Atemwegserkran-kungen, Fieber und Parasitenbefall gehören zum Alltag der Dorfbewohner. Der Kindernothilfepart-ner CESA verbessert die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen der Gemeinden durch gesunde und ausreichende Ernährung, praxisorientierte Seminare für die Eltern über gesunde Ernährung sowie Präventionsmaßnahmen und Behandlung von chronischen und schweren Krankheiten. Dazu gehören auch regelmäßige und kostenlose allgemeinmedizinische Untersuchungen sowie Wurm- und Amöbenbehandlung für die Kinder und Jugendlichen.
Zudem stärkt CESA die Zusammenarbeit der Gemeindeführer, Schulen und Gesundheitszentren in den Gemeinde, um die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung und insbesondere der Kinder nach-haltig zu verbessern. Dafür entwickeln die Akteure gemeinsam Gesundheitsprogramme für die Bevölkerung.
Ohne die Eltern geht es nicht
Das Mitwirken der Eltern ist für den Erfolg des Projekts wesentlich: Sie beteiligen sich an Seminaren und Elterntreffen und werden dann geschult, wie sie ihren Lebensstandard selbstständig verbessern können. Themen sind unter anderen Gesundheitsvorsorge, Verbesserung des Einkommens, ökologischer Anbau und das Betreiben von kleinen Geschäften.
Bitte unterstützen Sie das Gemeinwesen-Projekt mit einer Spende und helfen Sie uns, die Armut der indigenen Bevölkerung zu bekämpfen.

Wichtig ist die Beteiligung der Eltern. Foto: Jürgen Schübelin