Armut und Ausbeutung ist für Guatemalas Mädchen und Jungen allgegenwärtig - und Bildung für viele ein unerschwinglicher Luxus. Jedes siebte Kind muss arbeiten, um die Familie zu unterstützen, und kann deshalb nicht zur Schule gehen. Viele werden zudem misshandelt oder geschlagen. Guatemalas Kinder brauchen einen starken Partner für ihre Rechte! Wir ermöglichen den Mädchen und Jungen einen Schulabschluss - und damit den ersten Schritt aus der Armut in ein selbstbestimmtes Leben. Helfen Sie mit! (Proj. 80031/AA/13)
Helfen Sie mit Ihrer Spende!Armut, Gewalt und fehlende Bildung
Ein Viertel der Guatemalteken muss mit weniger als zwei Dollar täglich auskommen. Damit diese Familien überleben können, schicken viele Eltern ihre Kinder arbeiten: etwa als Straßenverkäufer, Schuhputzer oder Hausangestellte - dabei erleiden sie häufig auch Gewalt und Missbrauch. Für Schule - die Eintrittskarte in ein besseres Leben - bleibt kaum Zeit. Die Analphabetenrate liegt zum Teil bei fast 30 Prozent, besonders betroffen sind Kinder und Jugendliche aus der indigenen Bevölkerung. Das Recht auf Bildung hat Guatemala zwar in seiner Verfassung verankert, Geld für eine umfassend kostenlose Schulbildung für alle Kinder investiert der Staat aber bislang nicht.
Starker Partner
Unser Partner CEIPA arbeitet in Quetzaltenango. Die Großstadt ist ein attraktives Migrationsziel für arme Menschen, die dort auf Arbeit hoffen - oftmals vergeblich. Für rund 500 Kinder und Jugendliche aus extrem armen Verhältnissen bietet CEIPA Bildungsmöglichkeiten und somit eine Perspektive für ein besseres Leben. Sozialarbeiter besuchen Familien in den Armenvierteln und überzeugen sie, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Mit CEIPA haben die Kinder einen starken Partner an ihrer Seite. Die Organisation kämpft schon seit über 20 Jahren erfolgreich für bessere Lebensbedingungen von arbeitenden Kindern: mit Bildungsprogrammen und Lobbyarbeit.
Recht auf Bildung
Im Projekt bekommen Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihrer Armut die Schule abgebrochen haben, eine Chance auf Bildung - und sogar einen Schulabschluss. Denn ein Drittel der arbeitenden Kinder bricht sonst die Schule ab. CEIPA hat ein besonderes Bildungsmodell entwickelt, das auf die besonderen Bedürfnisse und die prekäre Lebenssituation abgestimmt und vom Bildungsministerium anerkannt ist. Die Kinder lernen in speziellem Förderunterricht und kleinen Gruppen - so haben sie schnelle Lernerfolge. CEIPA unterstützt Kinder zudem mit Schulmaterialien. Für jedes Kind gibt es zweimal im Jahr auch eine medizinische Untersuchung. Kinder und Jugendliche mit schwerwiegenden gesundheitlichen, psychologischen oder aber rechtlichen Problemen bekommen professionelle Hilfe. Im Projekt können die Kinder außerdem an verschiedenen Freizeitaktivitäten teilnehmen - sie können wieder Kind sein. Auch die Eltern werden geschult und weitergebildet - so lernen sie, wie wichtig Schulbildung für ihre Kinder ist und können sie unterstützen.

Mit Theaterstücken klären die Jugendlichen ihr Umfeld über Kinderrechte auf. Foto: Kindernothilfe
Der Staat muss seine Aufgaben erfüllen
Damit die Situation für die Mädchen und Jungen nachhaltig verbessert wird, geht CEIPA auf Politiker zu. Bürgermeister, Stadträte und andere politische Entscheidungsträger müssen sich stärker für Kinderrechte und deren Umsetzung einsetzen. Denn es gibt ein Kinder- und Jugendgesetz in Guatemala - aber es wird nur unzureichend umgesetzt. Der Staat gibt kaum Geld für Bildung aus. Bei der Lobbyarbeit bezieht CEIPA die Kinder immer mit ein - so lernen sie, wie Politik funktioniert. In Workshops lernen sie ihre Rechte kennen und werden ermutigt, diese auch einzufordern.
Bitte unterstützen Sie die schulische Ausbildung und schenken Sie den Kindern und Jugendlichen eine Perspektive für die Zukunft.
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