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Stichwort: Z57378, neue Anbaumethoden Peru
Peru: Nur knapp 3 Prozent der Landesfläche sind landwirtschaftlich nutzbar. Dennoch müssen 40 Prozent der etwa 28 Millionen Einwohner Perus von der Landwirtschaft leben. Es ist ein hartes Leben, dass die Familien führen. Viele Bauern sind kaum noch in der Lage , ihre Familien zu ernähren. Mit unserem Projekt wollen wir die Situation der Menschen verbessern, besonders die der Kinder.
Situation verschärft sich
Traditionellen Anbaumethoden und eine zunehmende Wasserknappheit machen die Böden immer unfruchtbarer. An den Verkauf landwirtschaftlicher Produkte können viele nicht einmal denken. Entsprechend schlecht geht es den Kindern, viele sind unterernährt. Anämie, Atemwegserkrankungen und Durchfall sind leider keine Seltenheit. Neuerdings kaufen Investoren Land vom Staat, um Biogas zu produzieren. So verlieren viele Bauern ihre Existenzgrundlage. Es sieht nicht gut aus für die Familien in Peru.
Ansatz mit Erfolg
Lidia und Abel ernten Kaffee. Allerdings nicht irgendeinen, sondern biologisch erzeugten. Aber das wirklich Besondere ist, dass sie zunächst gemeinsam mit 223 weiteren Mädchen und Jungen und ihren beiden Schulen überlegt haben, wie man Kaffee am umweltverträglichsten anbauen kann. Jetzt ernten sie ihren Erfolg. Es ist ihr Projekt geworden, angestoßen von unserem Partner „Paz y Esperanza". Die Organisation arbeitet in zwei Gemeinden im Department San Martin im Nordosten Perus, die besonders von Armut betroffen sind. Das Durchschnittseinkommen liegt hier bei 63 Dollar im Monat.
Neue Anbaumethoden stehen im Fokus der Projektarbeit. Foto: Kindernothilfe
Wandel vorprogrammiert
Die Familien von Luis und Abel stehen nun an einem Wendepunkt: die beiden haben gezeigt, dass die Umwelt geschützt und das Einkommen der Familien durch den Kaffeeverkauf verbessert werden kann. Nun wenden die Bauern der Gegend die neuen Anbaumethoden nach und nach an, auch für andere Agrarprodukte, damit die Böden geschont werden. Die Mitarbeiter von „Paz y Esperanza" planen eine ganze Reihe weiterer Aktivitäten. Auf den Versuchsparzellen sollen Feldfrüchte angebaut und wichtige Waldstücke wieder aufgeforstet werden. Auch ein neuer Lehrplan der das Thema Umweltschutz in Schulen festschreibt, wird ausgearbeitet und Lehrer zum Thema fortgebildet.
Besonderheit des Projekts
Ein Forum der Kinder und Jugendlichen wird auch weitere Schulen einbeziehen, um Erfahrungen auszutauschen und die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorzustellen. Die Zeit ist reif für organischen Landbau in Peru.
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