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La Oroya - eine der zehn dreckigsten Städte der Welt

Jugendliche kämpfen gegen Umwelt-Verbrechen

Ihre Heimatstadt La Oraya ist eine der zehn dreckigsten Städte der Welt. Engagierte Jugendlichen wollen das nicht weiter hinnehmen. Deshalb bauen sie ein Netzwerk von jungen Reportern auf und wollen ihr eigenes Radioprogramm gestalten. Unterstützt werden sie dabei von der „Asociación Filomena Tomaira Pacsi", einem der peruanischen Projektpartner der Kindernothilfe.  Projekt 88021 - La OroyazoomFabrik in La Oroya. Foto: Michaela Dacken

Luft, Wasser und Boden sind verseucht
La Oroya liegt in der peruanischen Provinz Junín. Das Gebiet in den Anden ist eine der am schwersten von Umweltschäden betroffenen Regionen der Welt. Das Internationale Grüne Kreuz und das US-amerikanische Blacksmith Institute haben im September 2007 eine Studie veröffentlicht. Demnach gehört La Oroya zu den zehn dreckigsten Städten der Welt. Die Gegend ist reich an Bodenschätzen. Internationale Konzerne wie die Doe Run-Gruppe aus Missouri (USA) betreiben dort seit Jahrzehnten gewinnträchtige Bergbau- und Verhüttungs-Unternehmen. Es gibt zwar Gesetze zum Umweltschutz, doch niemand kontrolliert, ob  sich die Konzerne daran halten. Die meisten der Hochöfen von La Oroya sind immer noch nicht mit modernen Filtertechniken ausgestattet. Täglich werden tausende Tonnen giftiger Substanzen ausgestoßen: Wasser, Luft und Erde sind so stark verseucht, dass viele Menschen unter schweren Krankheiten leiden.  12253_205x123_966x584_238x117zoomFoto: Jürgen Schübelin

Menschen leiden an Krebs und anderen Krankheiten
Besonders gefährdet sind schwangere Frauen und Kinder. Viele von ihnen haben einen so stark erhöhten Bleigehalt im Blut, dass sie einem massiv erhöhten Krebsrisiko ausgesetzt sind.  Auch Lungen-, Nieren-, Bauchspeicheldrüsen- und Lebererkrankungen sind die Folge.

Jugendliche engagieren sich gegen Umweltverschmutzung
Diese Situation wollen die Jugendlichen nicht klaglos hinnehmen. Sie setzen sich zusammen mit den Frauen der „Asociación Filomena Tomaira Pacsi" (Projekt 8802/AA/12) für eine Verbesserung ihrer Lebensumstände ein und engagieren sich auf lokaler Ebene dafür. Eine ganz wichtige Rolle spielt dabei die Arbeit an den Schulen.

Kindernothilfe unterstützt Projekt in La Oroya (Projekt 88021/AA/12)
Mit ihrem Radioprogramm wollen die Jugendlichen große Teile der Bevölkerung erreichen und aufklären. Geplant ist außerdem, mit anderen organisierten Jugendlichen zusammenzuarbeiten und den Kreis der engagierten und erreichten Menschen in La Oroya stetig zu vergrößern. In der ersten Maiwoche 2007 sind die Jugendlichen aus La Oroya zum ersten Mal auf Sendung gegangen und machten sich für ihr Recht auf Gesundheit und eine gesunde Umwelt stark. Das Projekt „Filomena Tomaira Pacsi" in La Oroya wird von der Kindernothilfe seit fünf Jahren unterstützt und derzeit mit Hilfe von 100 Patenschaften gefördert.

Kampagne Bergwerk Peru: Reichtum geht - Armut kommt

Artikel "Jugendliche kämpfen gegen Umweltverbrechen (PDF)

Video "La Oroya - Apokalypse in den Anden" (zum Verleih)

 

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BLZ: 350 601 90
Bank: KD-Bank eG
Stichwort: Z57223, La Oroya, Peru

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