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Kühe, Schafe und Ochsen sichern die Zukunft

Bessere Zukunftsaussichten für Kinder in Äthiopien, Foto: Edith GießlerzoomBessere Zukunftsaussichten für Kinder in Äthiopien, Foto: Edith Gießler Verbesserung der Lebenssituation von 1.810 Familien in 17 Dörfern

Projekt 60971:
Sicherung der Ernährung und des Einkommens der Familien, Alphabetisierungskurse für Frauen

Zielgruppe:
Vor allem Mütter und deren Kinder aus 1.810 Familien in 17 Dörfern

Projektträger:
HUNDEE (Oromo Grassroots Development Initiative)

Laufzeit:
April 2008 bis Mai 2013

Finanzierung:
505.000 Euro

 


Engagierte Förderer der Kindernothilfe stellten einen Fördertopf zur Verfügung, aus dem die Spenden für dieses Projekt in Äthiopien verdoppelt werden konnten. Insgesamt kamen so über 180.000 Euro für die Familien zusammen. Davon wurden Kühe, Schafe oder Ochsen aber auch Samen und Pfalnzen gekauft, die nun über 1.000 Familien das Überleben sichern!

Frau mit zwei Lämmern, Foto: Edith Gießler.zoomDiese zwei Lämmer sicher dieser Frau und ihrer Familie das Überleben, Foto: Edith Gießler Die Handhuuraa-Tradition
Eine der Traditionen in der Oromia-Region ist die Handhuuraa- Tradition. Sie sieht vor, dass ein Tier, zum Beispiel eine Kuh, angeschafft wird, um das Aufwachsen eines Kindes zu ermöglichen. Seit das Projekt gestartet ist erhielten 359 Eltern je eine Kuh und zwei Schafe. Darunter waren nur extrem arme Familien oder Familien, die Waisenkinder aufgenommen haben, sowie die Familien von Kindern mit Behinderungen oder Kindern, die arbeiten müssen und deshalb nicht zur Schule gehen können. Zur effizienteren Verteilung und Bereitstellung der Tiere wurde in jedem der 17 Orte des Projektgebiets ein Einkaufskomitee gegründet. Insgesamt wurden also 359 junge Kühe und 718 Schafe gekauft, davon profitieren direkt die 1.475 Kinder der Familien. Außerdem wurden 83,25 Kilo Samen für Gemüsepflanzen an 516 Familien verteilt.

Ein Kredit zum Kauf eines Ochsen
Im zweiten Auswahlverfahren fanden Familien Berücksichtigung, die sozial etwas besser gestellt sind und besonders engagiert mitarbeiteten. In einen Rotationsverfahren wurde 180 Familien ein Kredit gegeben, von dem sie sich einen Ochsen kaufen konnten. In den Familien, die nun einen Ochsen besitzen, leben 735 Kinder. Im Gegensatz zu den ärmeren Familien zahlen sie den Kaufpreis mit Zinsen an die Gruppe zurück. Die Besonderheit bei dem Zusammenschluss dieser Familien ist zudem, dass sie gemeinsam eine Versicherung abschließen. 12 Gruppen zahlen je 125 ETB (Äthiopische Birr) Versicherungseinlage. Die Versicherung ersetzt jeden verstorbenen Ochsen, solange er nicht aufgrund schlechter Haltung ums Leben gekommen ist.

Alphabetisierungskurse für Mütter
In verschiedenen Workshops und Informationsveranstaltungen erfuhren die Dorfgemeinschaften, wie wichtig Bildung auch für die Mütter ist. Denn in fataler Weise setzt sich mangelnde Bildung in der nächsten Generation fort: Kann die Mutter nicht lesen und schreiben, verdoppelt sich für ein Kind das Risiko, ebenfalls ungebildet zu bleiben. Viele der Frauen in den beiden Projektregionen Wuchale und Sululta, selbst die, die nicht eng mit unseren Projektmitarbeitern zusammen arbeiten, waren an Alphabetisierungskursen interessiert. Mittlerweile lernen bereits 394 Frauen einmal wöchentlich in einem der 14 Bildungszentren Lesen und Schreiben.

Erfolge in Zahlen:

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung bei der Matching Fund Aktion, die diese Erfolge erst möglich gemacht hat!

 


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