Ökoanbau gegen Hunger
Projekt 80028:
Agroökologische Bildung „Fray Domingo de Vico"
Neue Perspektiven für die Kinder der Q‘eqchi-Mayas. Foto: Christof Engel
Zielgruppe:
Direkte Zielgruppe sind männliche Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren aus dem ländlichen Raum um Santa María Cahabón stammen und 635 Bauernfamilien.
Projektträger:
Asociación „Nuestra Madre Tierra"
Laufzeit:
August 2008 bis September 2012
Finanzierung:
125.000 Euro
So geht es den Kinder im Projektgebiet:
Die Q'eqchi-Mayas können kaum von ihren Ernten leben. 55 Prozent sind unterernährt. Für die Kinder gibt es nur sehr schlechte Schulen. Sobald die Jugendlichen die Schule verlassen, ziehen die meisten von ihnen in die nächste Stadt - auf der Suche nach einem besseren Leben. Doch mit den Jugendlichen gehen auch die Traditionen.
Das haben wir bisher erreicht:
In der Gemeinde Santa María Cahabón steht das agroökologisches Bildungsinstitut „Fray Domingo de Vico", das sich zur Aufgabe gemacht hat, Jugendlichen über Mittel- und Oberstufenkurse bessere Zukunftsmöglichkeiten zu ermöglichen. Dabei wird die Kultur der Q'eqchi-Mayas respektiert und ihr Blick für die Probleme ihrer Umwelt geschärft. Im Jahr 2010 wurden 93 Schüler und ihre Familien unterstützt. Ein Beispiel ist Juan: er und seine Eltern waren besonders daran interessiert, alles über den Anbau von neuen Pflanzensorten, die optimale Nutzung der Felder und landwirtschaftliche Produktionsmethoden zu erfahren. Außerdem strebte Juan einen Schulabschluss und eine landwirtschaftliche Ausbildung unter Berücksichtigung der Q'eqchi-Tradition an. Im vergangenen Jahr wurden besonders die Probleme der Landjugend von Cahabón erörtert. Hierfür wurde ein Jugendausschuss gegründet, der sich aus 263 Jungen und Mädchen zusammensetzt.
Das sagt die Projektkoordinatorin Judy Müller-Goldenstedt dazu:
„Diese Schule bietet den Kindern und Jugendlichen nicht nur eine Bildung, die sich an ihrer Lebensrealität orientiert, sondern trägt auch zur Ernährungssicherheit und Armutsreduzierung in der Region bei."
Wir danken allen Spendern, die dieses Projekt möglich machen!
Spenderservice