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Zyklon Nargis - eine folgenschwere Katastrophe

Durch den Zyklon Nargis starben im Mai 2008 mindestens 134.000 Menschen, mehr als zwei Millionen wurden obdachlos. Kinder sind von Naturkatastrophen ganz besonders betroffen. Sie leiden Hunger und Durst, verlieren ihr Zuhause, ihr gewohntes Umfeld, im schlimmsten Fall sogar Angehörige und Freunde. Diese Erlebnisse sind für Kinder sehr schwer zu verarbeiten, sie beinflussen im schlimmsten Fall sogar ihr ganzes weiteren Leben. Rasche Hilfe ist erforderlich. Nach dem Zyklon in Birma hat die Kindernothilfe Soforthilfe geleistet und verschiedene Wiederaufbau-Projekte gestartet. Mit der Hilfe konnten über 20.000 Kinder, Männer und Frauen erreicht werden. Bilder

Kindernothilfe startet Soforthilfemaßnahmen für die Opfer des Zyklons Nargis. Foto: KindernothilfezoomSoforthilfe - für Kinder besonders wichtig!
Foto: Kindernothilfe

Soforthilfe rettet Leben
Wir haben mit Hilfe unseres Partners vor Ort Lebensmittelpakete an betroffene Kinder und Familien verteilt und Wasserreinigungstabletten, Kerzen und Solarlampen zur Verfügung gestellt. Wichtig war: „Es wurden nicht wahllos Lebensmittel von Lastwagen in die Menge geworfen, dabei gehen gerade die Schwächsten leer aus", begründet Detlef Hiller, Kindernothilfe-Koordinator der Hilfsaktion, das Vorgehen. Die Helfer gaben Gutscheine aus, die die Familien am nächsten Tag bei den Mitarbeitern einlösen konnten. 500 Menschen erhielten Dünger, Saatgut und Material zum Wiederaufbau. "Unser Nothilfe erreichte über 20.000 Menschen und konnte in unserem Projektgebiet die schlimmste Not lindern!"

Kindernothilfe-Kinderzentrum in Birma. Foto: Kindernothilfe  zoomIm Kinderzentrum das Erlebte verarbeiten.
Foto: Kindernothilfe
Aufbau von Kinderzentren
Wenige Wochen nach dem Sturm haben wir vor Ort begonnen, vier Kinderzentren einzurichten. Ein wichtiges Ziel: Schutz und Geborgenheit schaffen, einen Ort, an dem Mädchen und Jungen Kinder sein dürfen. "Die Kinder konnten nicht vergessen, was sie während der Katastrophe erlebt haben", erzählt Hiller. "In den Zentren wurden 18 Erzieherinnen pädagogisch geschult und lernten u.a., auf Bedürfnisse der traumatisierten Kinder einzugehen." Jedes Zentrum besuchen täglich rund 50 Kinder. Einmal am Tag bekommen sie dort eine warme Mahlzeit. Noch bis März 2010 fördern wir die Zentren, dann sollen die Dorfgemeinschaften sie in Eigenregie weiter als Vorschulen und Versammlungsorten nutzen. Kindernothilfe Kinderzentren

Kindernothilfe-Häuser in Birma. Foto: KindernothilfezoomEin neues Zuhause! Foto: Kindernothilfe

Ein neues Zuhause für 440 Familien
In vier Dörfern - in Kwin Pone, Kun Taing a Lay, Kyoe Kyar und Aye Su - haben die Menschen mit unserer Unterstützung 440 Häuser errichtet. Hiller: "Die Pläne entstanden gemeinsam mit den Bewohnern. Die Häuser stehen auf Holzpfählen, die in den Boden einbetoniert sind. Einheimische Bauingenieure entwickelten ein Baukastensystem, aus dem lokale Bautrupps ein stabiles Grundgerüst aus Holzbalken zusammensetzen." Dank der Verstrebungen und massiven Balken sollen die Häuser Stürmen von bis zu 200 km/h Windgeschwindigkeit standhalten.

Neues Schulgebäude auf sicheren Pfeilern (versteckt hinter stabilen Betonwänden). Foto: KindernothilfezoomSchulen, die Schutz bieten. Foto: Kindernothilfe Schulen, die Schutz bieten
Außerdem konnten im Dedaye-Distrikt vier Schulen gebaut werden. Die Gebäude sind auf zwei Meter hohe Fundamente gebaut. Aufgrund der stabilen Bauweise halten die Schulen Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilomentern und Erdbeben bis zu einer Stärke von 7,5 auf der Richterskala stand. Die Schulen sind so konstruiert, dass sie der Dorfgemeinschaft bei erneuten Katastrophen als Schutzraum dienen. Über 3.500 Menschen finden hier im Katastrophenfall Zuflucht - ein Zusatznutzen, der Leben rettet!

Aktion "Klassik Radio hilft!"
Eine weitere Schule soll gebaut werden. Machen auch Sie mit, helfen Sie mit Ihrer Spende!

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Klassik Radio hilft - Aktion 2008


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