Kindernothilfe e. V.

"Township Blues" von Lutz van Dijk

"Township Blues" von Lutz van Dijk

Township BluesTitelbild: Elefanten Press Zielgruppe:
Jugendliche ab 12 Jahre

Inhalt:

Die junge Thina aus dem Township Guguletu wird vergewaltigt und dabei mit Aids infiziert. Der Roman zeigt die immer noch vorherrschende Unwissenheit und den erschreckenden Irrglauben, die diese Krankheit umgeben. Sie sind es, die einen HIV-positiven Jungen veranlassen, mit einer Jungfrau zu schlafen, um geheilt zu werden. Sie bringen eine Mutter dazu, ihre Tochter zu verstoßen, weil sie Schande über die Familie gebracht hat. Denn ugawulayo, Aids, ist für die Menschen im Township eine Strafe für begangene Sünden.
Der Autor erzählt vom Kampf einer Lehrerin, die junge Menschen über Aids aufklärt, um die Mauern des Irrglaubens und Schweigens einzureißen. Und die bedroht wird, weil sie angeblich junge Mädchen zu Prostituierten erzieht. Township Blues ist die Geschichte von Freundschaft und Liebe, die stärker sind als Ängste und Lügen. Sie ermöglichen die Beziehung eines nicht-infizierten Jungen zu der HIV-positiven Thina. Trotz der bedrückenden Lebenssituation der Protagonistin endet die Geschichte nicht hoffnungslos. Thina lebt für den Augenblick und ist glücklich mit ihrem Freund. Mit der bangenden Frage, ob sie sich die Aids-Medikamente leisten kann, wenn die Krankheit ausbricht, will sie sich erst auseinandersetzen, wenn es soweit ist. Ihre Großmutter hält zu ihr. Und die Hoffnung bleibt, dass auch ihre Mutter endlich ihr Schweigen bricht.
Lutz van Dijk widmete diesen Roman einer jungen Frau aus einem Township, die von ihren Nachbarn ermordet wurde, nachdem sie am Welt-Aids-Tag 1998 öffentlich bekannt hatte, HIV-positiv zu sein. Für Township Blues erhielt er den Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendliteratur 2001.

Umfang:
160 Seiten

Preis:

5,90 Euro

Bestellmöglichkeit:

über den Buchhandel


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