Kindernothilfe e. V.

Bangladesch: Anlaufstelle für Slumbewohner

Dhaka: Leben im Elend

Khejurbagh ist eines der Elendsviertel der Hauptstadt Dhaka. Einfachste Hütten, stinkender Müll, keine Toiletten und das Wasser, das eine einzige Kloake ist, machen Kindheit zum gefährlichen Abenteuer. Wer hier aufwächst, hat kaum eine Möglichkeit, dem Teufelskreis der Armut zu entkommen. Die Kindernothilfe fördert ein Programm für Kinder im Vorschulalter und Frauen (Projekt 26004/AB/12).

Eine Straße in Khejurbahg, einem Slum in der Hauptstadt Dhaka. Foto: Dietmar RollerzoomHelfen Sie mit Ihrer Spende!

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Situation vor Ort

Dhaka: die Hauptstadt von Bangladesch, ein Großraum mit bis zu 20 Millionen Einwohnern. Kejurbagh ist ein Slum am Schiffsfriedhof, auf einer Insel mitten im Buriganga-Fluss. Hier leben Familien, deren Männer auf den Schiffswerften als Tagelöhner arbeiten. Sie arbeiten in schwindelnder Höhe auf einem Gerüst aus einfachen Bambusstäben. Soziale Absicherung kennt hier niemand, feste Anstellungen gibt es nicht.

Eine Kindheit haben die Mädchen und Jungen hier nicht. Doch ohne ihr zusätzliches Einkommen könnten die Familien nicht überleben. Die Kinder haben Hautkrankheiten, sind für ihr Alter viel zu klein, die dicken Bäuche zeigen Mangelernährung. Doch die professionelle medizinische Versorgung ist so teuer, dass sie kaum jemand bezahlen kann.

Sieben Siedlungen umgeben die Werft. Die Menschen hier leben in Hütten, gebaut aus Blech, Plastikplanen oder dem Material, das sie gerade zur Hand haben. Ein Abwassersystem existiert für die etwa 7 000 Familien nicht. Es gibt nur zwei Brunnen, mehr erlaubt der Besitzer nicht. Wasser gebe es doch genügend in den Kanälen, so die geläufige Meinung. Es gibt nur zwei Toiletten für alle, die hier leben.

Frauen gründen Selbsthilfegruppen, um ihren Kindern eine bessere Zukunft zu sichern. Foto: Dietmar RollerzoomFrauen gründen Selbsthilfegruppen, um ihren Kindern eine bessere Zukunft zu sichern. Foto: Dietmar Roller Das Projekt
Die anglikanische Kirche „Church of Bangladesh“ hat in drei Slums 1999 ein gemeinwesenorientiertes Hilfsprogramm begonnen, das vor allem eine Förderung der Kinder im Vorschulalter und der Frauen zum Ziel hat. Rund 400 Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren besuchen täglich den Unterricht kleiner Vorschulen. Sie lernen gemeinsam in den Privathäusern der Erzieher/-innen. Durch altersgemäße Spiel- und Lernangebote soll den Kindern der Start ins Schulleben erleichtert werden. Die Mädchen und Jungen erhalten alle eine ausgewogene Ernährung und bekommen die erforderlichen Spiel- und Lernmaterialien. Während der ersten beiden Grundschuljahre werden sie weiter unterstützt, um einen vorzeitigen Schulabbruch zu vermeiden.

Etwa 120 Frauen – zumeist Mütter der betreuten Kinder – nehmen an wöchentlichen Treffen von Frauengruppen teil. Sie lernen Lesen und Schreiben, befassen sich mit Gesundheit, Hygiene, Ernährung, Erziehung, Familienplanung und Verbesserung der Einkommenslage. Alle Frauen werden ermuntert, Selbsthilfemaßnahmen zur Verbesserung ihrer  Lebenssituation zu ergreifen. Jede Frau zahlt bei den wöchentlichen Treffen einen festgelegten Betrag in ein Sparguthaben ein. Aus dem angesparten Kapital werden reihum Kleinkredite an die Frauen vergeben.

Darüber hinaus stellt das Hilfsprogramm in Notsituationen Nahrungsmittel gegen Unterernährung und Medikamente für Kranke zur Verfügung.

Für die Finanzierung der Betreuung und Förderung der Mädchen und Jungen, die Spiel- und Lernmittel, die Ernährung, die medizinische Versorgung, die Arbeit in den Frauengruppen und die Entlohnung der mitarbeitenden Fachkräfte und Betreuer/-innen sind die Kindernothilfe und ihr Partner vor Ort auf Spenden angewiesen. Insbesondere die intensive, auf Selbsthilfe ausgerichtete Frauenarbeit ist mit relativ hohen Kosten verbunden.

Online spenden Spendenkonto 45 45 40
BLZ: 350 601 90
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Stichwort: Z57167, Zuflucht für Slumkinder, Bangladesch

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