Kindernothilfe e. V.

Philippinen

Wir wollen nicht zusehen, wie alles verschmutzt - Umweltschutz ist Kinderrecht

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Überschwemmungen, Dürren und heftige Hurrikane bedrohen immer mehr Menschen in Entwicklungsländern. Durch den Klimawandel schwinden die Perspektiven für unsere Kinder, die Erwachsenen von morgen. Kinder sind unsere Zukunft - sie sind es, die vom Klimawandel am stärksten betroffen sind! Gemeinsam mit den Menschen in den Entwicklungsländern setzten wir uns für eine nachhaltige Verbesserung ein: Gemeinsam, für eine Zukunft der Kinder!

Klimawandel trifft die Ärmsten der Armen
Häufig sind gerade die ärmsten Menschen in den Entwicklungsländern von Umweltzerstörungen und den Folgen des Klimawandels am stärksten betroffen. Armut bedeutet für sie Aussichtslosigkeit, Macht- und Schutzlosigkeit. Sie können sich durch ihre wirtschaftliche Not, nicht vor Krankheit, Hunger, Lohnausfall und Naturkatastrophen schützen.

Kinder in den Armenvierteln auf den Philippinen
Fast jeder zweite der 86 Millionen Philippinos lebt unterhalb der Armutsgrenze. Viele Familien können ihre Kinder nicht ausreichend ernähren und medizinisch versorgen. Familien leben in winzigen Hütten ohne sanitäre Anlagen. Die Siedlungen verfügen häufig über keinerlei Müllentsorgung. Viele Kinder leiden unter den Folgen der Umweltverschmutzung - das unsaubere Trinkwasser und die herumliegenden Abfälle machen die Mädchen und Jungen häufig krank.

Kindern eine gesunde Zukunft bieten. Foto: Manfred Fesl zoomKindern eine gesunde Zukunft bieten. Foto: Manfred Fesl Umwelt verschmutzt - Es ist höchste Zeit
Bereits seit vielen Jahren setzt sich der Kindernothilfe-Partner „Paglaum Community Development Center" für die Verbesserung der Lebenssituation der Kinder und ihrer Familien auf der Insel Mindanao ein. Doch nun sollen die ökologischen Probleme in den Fokus rücken, denn die Gegend leidet nicht nur unter der fortwährenden Umweltverschmutzung, sondern wird auch immer wieder von Taifunen heimgesucht. Es geht um ein neues Bewusstsein in der Bevölkerung. Und es geht um die tatkräftige Mithilfe jedes einzelnen. Alle, die Eltern und die Kinder packen mit an. So helfen sie beispielsweise, die Straßen und Strände in ihrer unmittelbaren Umgebung von Müll zu säubern.

Zerstörung der Umwelt - die Kinder leiden am meisten. Foto: Manfred FeslzoomZerstörung der Umwelt - die Kinder leiden am meisten. Foto: Manfred Fesl

Kinder haben Rechte - Umweltschutz ist Kinderrecht
Ein wichtiges Signal dazu ist unser Jahresthema 2010/11: Die Zukunft liegt in unseren Händen - Umweltschutz ist Kinderrecht. Der Klimawandel und andere Umweltzerstörungen gefährden Kinderrechte: das Recht auf Leben (Artikel 6 der Kinderrechtskonvention), auf Gesundheit. (Art. 24) und auf angemessene Lebensdingungen (Art. 27). Wir setzen uns für die Umsetzung des Millennium-Entwicklungsziels "Sicherung der ökologischen Nachhaltigkeit" ein. Kinder haben das Recht, in einer intakten Umwelt aufzuwachsen, ein gesundes Leben zu führen und positive Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Der globale Klimawandel und regionale oder lokale Umweltprobleme, wie verschmutztes Trinkwasser oder hohe Schadstoffkonzentrationen in Böden und in der Luft, schädigen Kinder auf vielfältige Weise. So sind verschmutzte Luft oder verseuchtes Wasser bei ihnen eine der häufigsten Todesursachen. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht jeder dritte Todesfall bei Kindern auf Umweltfaktoren zurück.

Ein Leben im Müll. Foto: Manfred FeslzoomEin Leben im Müll. Foto: Manfred Fesl Kinder sind aktiv
Der Projektleiter Gadwin Handumon des Kindernothilfeprojekts auf den Philippinen berichtet: „Die Kinder wollen nicht tatenlos zusehen, wie ihre Heimat hoffnungslos verschmutzt. Sie wollen etwas ändern, weil wir ihnen erklärt haben, wie gefährlich Müll und schmutziges Wasser für sie ist. Und sie haben verstanden, dass eine intakte Umwelt am besten Naturkatastrophen standhält. Deswegen kooperieren wir mit den zuständigen Behörden und bepflanzen gemeinsam mit den Eltern der Kinder die Küste und andere Gebiete mit Bäumen. Sogar das Einkommen der Eltern lässt sich durch den Anbau von Gummibäumen verbessern."

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Kinder haben Rechte. Foto: Dieter KohlzoomKinder haben Rechte. Foto: Dieter Kohl

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Die Kindernothilfe informiert ihre Paten und Spender jährlich, wie die eingegangen Spendenmittel verwendet und welche Projekte damit unterstützt werden. Von jedem gespendeten Euro kommen 85,8 Cent direkt den Kindern bzw. Projekten zugute. Eine detaillierte Übersicht finden Sie hier:

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