Endlich gibt es Hoffnung in Padre Paraíso, einer trostlosen Gegend Brasiliens, in der sich Mütter und oft schon ihre Kinder mangels Alternativen prostituieren und die Väter hunderte Kilometer entfernt als Bergarbeiter in Edelsteinminen schuften. Zerrüttete Familienverhältnisse sind hier trauriger Alltag und begünstigen einen fatalen Kreislauf aus Armut, sexuellem Missbrauch und sexueller Ausbeutung.

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Ein Ausweg aus dem Sumpf
Wenn es dunkel wird, halten LKW-Fahrer hier und huschen in eines der privaten Häuschen an der Bundesstraße 116 auf der Suche nach billigem Sex. „Wir wollen über 300 Kinder und Jugendliche davor bewahren, in diesen Sumpf hineingezogen zu werden und bieten 400 der ärmsten Familien einen Ausweg an", so Sonia Diana de Souza von ALERTAS, der Trägerorganisation vor Ort. Dazu benötigen sie Unterstützung von Kindernothilfe. Die Mitarbeiter betreuen Opfer sexuellen Missbrauchs psychologisch. Sie helfen Kindern und Jugendlichen in der Schule. Ein Gemeinschaftsgarten sichert den Familien ein verlässliches Einkommen. Handwerkskurse erleichtern den Zugang zur Arbeitswelt. Wichtig ist die Bewusstseinsbildung, denn niemand soll mehr tolerieren, was sich Nacht für Nacht hinter so mancher Tür abspielt.
Die Kraft eines eigenen Kindernetzwerks
In einer Gegend mit vielen armen, zerrütteten Familien, wird der Zusammenhalt der Kinder gestärkt. Sport, Musik, Tanz und regelmäßige Treffen zu wichtigen Themen werden dazu beitragen, dass sich motivierte Kinder, Jugendliche und soziale Einrichtungen vernetzen. Gemeinsam wollen die Menschen in Padre Paraíso, die mehrere Jahre für das Zustandekommen dieses Projekts gekämpft haben, eigene Wege finden, um den Müttern und ihren Kindern Alternativen aufzuzeigen.
Besonderheit des Projekts: Es trägt stark dazu bei, die Rechte von Kindern und Frauen zu schützen und ein Umdenken in Padre Paraíso einzuleiten.
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