Kindernothilfe e. V.

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Kindernothilfe hilft Flüchtlingen

Seit 1983 herrscht in Sri Lanka Bürgerkrieg, aktuell ist die Lage dramatisch eskaliert. Derzeit sind rund 50.000 Zivilisten in einem Kessel im Norden der Insel eingeschlossen. Die Regierungsarmee riegelt das Gebiet hermetisch ab. Bei den schweren Gefechten nehmen die Parteien keine Rücksicht auf die Zivilbevölkerung. Allein in den vergangenen Wochen haben rund 90.000 Menschen die bereits überfüllten Flüchtlingslager erreicht. Die Kindernothilfe hat für die Menschen, die schwer unter dem Bürgerkrieg leiden, einen Fonds für sofortige Hilfsmaßnahmen eingerichtet (Proj. 2495/AK/55).

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Bürgerkriegsland Sri Lanka
Die Menschen in dem ungefähr 12 Quadratkilometer großen Gebiet sind zwischen die Frontlinien der tamilischen Rebellenorganisation LTTE und der srilankischen Armee geraten. Selbst soziale Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser und Gesundheitsstationen wurden zu militärischen Zielen erklärt und ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung bombardiert. Täglich sterben hier Zivilisten durch Kampfhandlungen, völlig unzureichende medizinische Versorgung und Entkräftung. „Die Situation in den Flüchtlingslagern ist verheerend", so Kindernothilfe-Auslandsvorstand Dietmar Roller. „Die meisten Flüchtlinge tragen nur noch Fetzen Stoff am Leib und sind Sonne, Regen und Wind ohne Schutz ausgesetzt. Dringend benötigt wird auch spezielle Kindernahrung, um Unterernährung zu bekämpfen."

Große Gefahr für unbegleitete Kinder
Unbegleitete Flüchtlingskinder im Bürgerkriegsgebiet Sri Lankas sind aktuell besonderen Gefahren ausgesetzt. Die Kindernothilfe warnt davor, dass Mädchen und Jungen auf der Flucht und in Lagern von ihren Familien getrennt werden und einem hohen Risiko vor sexueller Ausbeutung und anderem Missbrauch ausgesetzt sind.

So hilft die Kindernothilfe
Insgesamt acht von Kindernothilfe betreute Projekte mit 524 Kindern liegen im Kampfgebiet. Die Informationen erreichen uns nur spärlich, doch wahrscheinlich sind fast alle Kinder bei ihren Familien. Unbegleitete Kinder werden von kirchlichen Projektmitarbeitern betreut. Die Kindernothilfe organisiert derzeit mit ihren Projektpartnern Nothilfe. Unsere Sri Lanka-Partner haben ein Netzwerk gebildet, um Versorgungslinien aufzubauen, damit den am stärksten betroffen Menschen geholfen werden kann - den Schwerverletzten in den Krankenhäusern: dort fehlt es am Notwendigsten wie Medikamenten, Verbandmaterial und Nahrungsmitteln.

Ein Hilfsfonds für Sri Lanka
Die Kindernothilfe hat für die Menschen, die unter dem Bürgerkrieg leiden, einen Fonds für Hilfsmaßnahmen eingerichtet, der von dem Kindernothilfe-Büro in Sri Lanka verwaltet wird. Hiermit kann die Kindernothilfe vor Ort schnell und flexibel auf Notsituationen reagieren und den Menschen dringend notwendige Hilfe bringen. Insbesondere Flüchtlinge außerhalb des derzeit abgeriegelten Gebietes erfahren so Unterstützung. Sie erhalten zum Beispiel Nahrungsmittel, Hygieneartikel, Bettwäsche und Lampen.

Für die vom Bürgerkrieg betroffnen Kindern und Familien brauchen wir dringend Ihre Unterstützung.

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