Ökologische Kinderrechte

Claudia Kleinert: Klimawandel verletzt Kinderrechte

„„Kinder sind von Umwelt- und Naturkatastrophen am schlimmsten betroffen und können sich am wenigsten selbst wehren. Sie haben ein Recht darauf, dass ihre Umwelt geschützt wird." TV-Moderatorin und Kindernothilfe-Botschafterin Claudia Kleinert fordert: „Alle Verantwortlichen, Unternehmen, Politiker, jeder Einzelne von uns muss Kinder berücksichtigen, wenn es um den Schutz unserer Umwelt geht. Das ist ein Recht der Kinder und ergibt sich auch aus der Kinderrechtskonvention."

ÄthiopienzoomClaudia Kleinert bei einem Besuch in Äthiopien.
Foto: Frank Peterschröder
Dieses Recht kann ganz konkret umgesetzt werden, z.B. beim Wiederaufbau in Haiti: „Wir appellieren an alle internationalen Helfer, den noch verbliebenen Baumbestand im Land nicht anzurühren und für den Wiederaufbau möglichst nur auf nachhaltig erzeugtes Importholz zurückzugreifen. Andernfalls vergrößern sie die Katastrophe um ein Vielfaches", warnt Jürgen Schübelin, der für die Kindernothilfe regelmäßig vor Ort ist. „Bereits vor dem Beben sind durch die Massenabholzungen nur noch zwei Prozent des Gesamtbaumbestandes erhalten. Damit wird den Menschen ihre Existenzgrundlage entzogen, landwirtschaftliche Nutzung der abgeholzten Flächen kann nicht lange aufrechterhalten werden und Familien können ihre Kinder nicht mehr ernähren."

Die Kindernothilfe fordert, dass bei allen Entscheidungen, auf Regierungs- und entwicklungspolitischer Ebene berücksichtigt werden muss, dass vor allem Kinder als die zukünftige Generation ein Recht auf Schutz ihrer natürlichen Lebensgrundlagen haben.

Claudia Kleinert: „Beim Thema Klimaschutz scheint der eigene Einfluss auf die Vermeidung von Naturkatastrophen begrenzt. Aber jeder Einzelne von uns kann etwas für den Klimaschutz tun und positive Umweltwirkungen verstärken. Die Zukunft liegt in unseren Händen: in einer weltweiten nachhaltigen ökologischen Entwicklung."


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