Armutsbekämpfung
Armut bremst Entwicklung aus

Hütte in Ecuador. Foto Eckerskorn/ KNH
Trotz einiger Fortschritte in den vergangenen zehn Jahren leben gegenwärtig knapp 1,2 Milliarden Menschen weltweit in absoluter Armut - die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche. Die Bekämpfung der Armut ist deshalb eines der zentralen Ziele der Kindernothilfe.
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Foto: KNH
„Armutsbekämpfung muss bei Kindern und Jugendlichen anfangen!": So lautet die erste von vier zentralen Forderungen der Kindernothilfe zum Weltarmutsgipfel 2010, der in New York vom 20. - 22. September stattfindet. Vor zehn Jahren hatte die Weltgemeinschaft mit den Millenniums-Entwicklungszielen das Versprechen abgegeben, Armut, Hunger und Krankheit bis 2015 deutlich zu verringern. Zehn Jahre daran gibt es positive Entwicklungen in einigen Bereichen und Regionen; doch insgesamt sind die Umsetzungsfortschritte zu langsam.
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Am Dienstag, 15. Juni hat „Deine Stimme gegen Armut" gemeinsam mit anderen NGO-Bündnissen wie Aktionsbündnis gegen Aids, der Globalen Bildungskampagne und anderen den Bericht "5 vor 2015 - Zeit für einen Aktionsplan zur Erreichung der MDG. Empfehlungen der Zivilgesellschaft an die Bundesregierung" veröffentlicht. In diesem Bericht sind Forderungen an einen MDG-Aktionsplan der Bundesregierung ausgeführt. Parallel zur Veröffentlichung fand eine Kundgebung am Brandenburger Tor in Berlin statt, bei der Aktivisten MDG-relevante Gegenstände wie Schulhefte, Medikamentenschachteln usw. in acht zwei Meter hohe Plexiglassäulen füllen – bis zu der Höhe, die dem Umsetzungsstand der MDG in Afrika entspricht.
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Mehr Wirkung hatte sich die Kindernothilfe von zwei veröffentlichten Studien zum Thema Kinder und Armutsstrategiepapiere versprochen. Dies ist ein Ergebnis der Evaluation „Kinderrechte in Armutsstrategiepapieren. Evaluation zu den PRSP-Vorhaben der Kindernothilfe", die Dr. Birte Rodenberg im Auftrag der Kindernothilfe durchgeführt hat. Aus Anlass zwei „runder Geburtstage"- 20 Jahre nach Verabschiedung des UN-Übereinkommens über die Rechte der Kinder und zehn Jahre nach der erweiterten Entschuldungsinitiative - untersuchte die Autorin die bisherige Arbeit der Kindernothilfe zum Thema Kinderrechte und strategische Armutsbekämpfung. Diese Arbeit stellt einen ersten Beitrag zum Wirkungsmonitoring der Advoacyarbeit des Kinderhilfswerk dar.
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Vom 8. bis 10. Juli treffen sich in L'Aquila (Italien) die Staats- und Regierungschefs der acht wichtigsten Industrienationen zum alljährlichen G8-Gipfel. Sie werden über die Wirtschaftskrise, Klimawandel, Terrorismusbekämpfung sprechen - und über Armutsbekämpfung und Afrika. Gerade in Zeiten der Krise, brauchen Entwicklungsländer Unterstützung der reichen Länder, die diese Krise verursacht haben. Dazu kommt, dass die G8-Staaten bei vergangenen Treffen Taten gegen Armut versprochen haben. Deshalb: Fordere die Staats- und Regierungschefs auf, endlich zu handeln. Das Bündnis "Deine Stimme gegen Armut, dem auch die Kindernothilfe angehört, hat dazu eine interaktive Aktion gestartet.
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Im Rahmen der internationalen Blogger-Konferenz re:publica in Berlin hat das VENRO-Projekt „Deine Stimme gegen Armut" das Internet-Portal „STIMMENSAMMLER" gestartet. Das Portal soll als soziales Netzwerk fungieren, indem Aktivisten Ideen und Erfahrungen austauschen. Zudem können Organisationen ihre Kampagnenarbeit und Aktionen vorstellen. Inhaltlicher Schwerpunkt sind Aktionen rund um die Umsetzung der Millenniumsentwicklungsziele (MDG).
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Foto: Rademacher
Im Jahr 2000 haben sich die Regierungschefs der Welt verpflichtet, die Armut deutlich zu reduzieren und hierfür acht messbare entwicklungspolitische Ziele bis 2015 umzusetzen. Heute, im Herbst 2008, hinkt die Welt den selbst gesteckten Zielen vor allem bei der Verringerung der Kinder- und Müttersterblichkeit hinterher. Außerdem steigt die Zahl der Hungernden. Damit sind gerade jene Entwicklungsziele gefährdet, die unmittelbare Auswirkungen auf das Leben von Kindern haben.
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Foto: Höner
Armutbekämpfung ist eines der zentralen Themen in der Lobby- und Kampagnenarbeit der Kindernothilfe. Ein Schwerpunkt in diesem Bereich sind die Poverty Reduction Strategy Papers (PRSPs). Diese Strategiepapiere der Entwicklungsländer zur Armutsbekämpfung hat die Kindernothilfe in zwei international beachteten Studien untersucht. Die Forderung der Kindernothilfe: Kinderrechte müssen in den Strategiepapieren künftig mehr Gewicht erhalten. Die Kindernothilfe ist Mitglied im Verband Entwicklungspolitik Deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) und beteiligt sich an dessen Kampagnen.
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Titelgrafik: Richter
Hier können Sie kostenlos Material zum Thema Armutsbekämpfung downloaden.
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