Globale Bildungskampagne
Globale Bildungskampagne

Foto: Ralf Krämer
Die Globale Bildungskampagne führt jedes Jahr Aktionen für das Ziel „Bildung für alle“ durch. Die Kindernothilfe ist Mitglied des Bündnisses.
Kindern zu ihrem Recht auf Bildung zu verhelfen, ist ein zentrales Anliegen der Kindernothilfe. Sowohl die Allgemeine Erkärung der Menschenrechte als auch die UN-Kinderrechtskonvention beinhalten das Recht auf Bildung. Trotzdem gehen immer noch 80 Millionen Kinder weltweit nicht zur Schule. Motto der Kampagne 2009 ist "Das große Lesen".
Mit diesem weltweiten Lesemarathon sollendie Politikeran ihr Versprechen erinnert werden, bis 2015 allen Kindern weltweit eine gebührenfreie und qualitativ gute Grundbildung zu ermöglichen, sowie die Analphabetenrate um die Hälfte zu senken.
Die Verwirklichung des Rechts auf Bildung ist auch entscheidend dafür, ob die weltweite Armut wirksam reduziert werden wird. Notwendig hierfür ist unter anderem, dass die reichen Staaten mehr Entwicklungshilfegelder für Grundbildung ausgeben: Zum Beispiel hat Deutschland 2006 nur ein Prozent seines Entwicklungshilfebudgets in Grundbildung investiert.

Foto: Pascal Rest
Die Kampagnen der letzten Jahre waren ein großer Erfolg:
- 2003 nahmen mehr als zwei Millionen Menschen an der „weltgrößten Unterrichtsstunde“ teil;
- 2004 erinnerten mehr als 2,5 Millionen Teilnehmer bei der „größten Lobbyaktion“ Politiker an ihr Versprechen, sich für mehr Bildung einzusetzen;
- 2005 forderten fünf Millionen Menschen „Schick meine Freundin, meinen Freund zur Schule“, indem sie Papierfiguren an Politiker sandten.
- 2006 beteiligten sich weltweit mehr als sechs Millionen Menschen an der Aktion "Lehrerinnen und Lehrer für alle!"
- 2007 machten rund um den Globus mehrere Millionen Menschen mit und erinnerten die Regierungschefs der Industriestaaten an ihr Versprechen, allen Kindernund Jugendlichen Zugang zu Bidung zu ermöglichen;
- 2008 beteiligten sich mehr als 8,8 Millionen Kinder, Jugendliche und Erwachsene an der größten Unterrichtsstunde der Welt.
Unter dem Motto „Hand in Hand für Bildung - Menschenrechte jetzt anpacken!“ fordern die deutschen Mitglieder der Globalen Bildungskampagne die Bundesregierung dazu auf:
- einen konkreten Stufenplan zu entwickeln, der sicherstellt, dass Deutschland bis 2015 tatsächlich die 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens für Entwicklungszusammenarbeit ausgibt;
- entschieden mehr Entwicklungshilfe für (Grund)bildung auszugeben;
- einen höheren Finanzbeitrag im Rahmen der Fast-Track-Initiative zu leisten, die von der Weltbank mit Unterstützung der G8 zur schnelleren Umsetzung des Ziels "Bildung für alle" ins Leben gerufen wurde;
- langfristig Entwicklungshilfegelder zuzusagen, damit die Länder des Südens in bestimmten Bereichen wie der Lehrerausbildung verlässlich in die Zukunft planen können.
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