
Schulmädchen in Äthiopien. Foto: Frank Peterschröder
Schulbildung schafft Chancen: Kinder, die zur Schule gehen, haben bessere Aussichten auf einen Job, kennen Gesundheitsrisiken und können sinnvolle Entscheidungen für ihr Leben treffen. Aber viele Familien in den Ländern des Südens leben in extremer Armut. Kinder müssen deshalb mitarbeiten, um den Lebensunterhalt für die Familie zu verdienen. Die Folge: Mehr als 67 Millionen Kinder weltweit gehen nicht zur Schule. Die Kindernothilfe setzt sich dafür ein, dass Bildung kein Luxus bleibt.
Bildung darf kein Luxus sein
Schulbildung schafft Chancen: Kinder, die zur Schule gehen, haben bessere Aussichten auf einen Job, kennen Gesundheitsrisiken und können sinnvolle Entscheidungen für ihr Leben treffen. Aber viele Familien in den Ländern des Südens leben in extremer Armut. Kinder müssen deshalb mitarbei-ten, um den Lebensunterhalt für die Familie zu verdienen. Die Folge: Rund 67 Millionen Kinder welt-weit gehen nicht zur Schule (UNESCO Institute for Statistics). Die Kindernothilfe setzt sich in ihrer Projektarbeit und als Mitglied der globalen Bildungskampagne dafür ein, dass Bildung kein Luxus bleibt.

Foto: Ralf Krämer
Ein weiter Weg bis 2015
In den Milliennium Development Goals (UN-Entwicklungsziele) hat sich die Weltgemeinschaft zum Ziel gesetzt, dass im Jahr 2015 jedes Kind wenigstens eine abgeschlossene Grundschulausbildung bekommen und Geschlechtergerechtigkeit hergestellt sein soll. Tatsächlich sind in den letzten 10 Jahren Fortschritte erzielt worden: Laut dem UNESCO Weltbericht "Bildung für alle 2011" ist die Einschulungsrate in Subsahara-Afrika trotz Bevölkerungswachstum um ein Drittel gestiegen. Der Anteil der Mädchen, die weltweit keine Schule besuchen, konnte von 60 auf 53 Prozent gesenkt werden. Dennoch gibt es weiterhin große Geschlechterunterschiede. Mädchen sowie Kinder aus armen Familien und aus ländlichen Gegenden sind nach wie vor schlechter gestellt. In ländlichen Gebieten Afghanistans beispielsweise gehen 92 Prozent der Mädchen nicht in die Schule.
Was tut die Kindernothilfe?
Die Kindernothilfe engagiert sich in ihren Partnerländern für Bildung und Ausbildung. Die Projekte und Programme zielen darauf die Familien ökonomisch und sozial so zu stärken, dass sie in der Lage sind ihre Kinder zur Schule zu schicken. Außerdem stellen die Kindernothilfe-Partner für Kinder in besonders schwierigen Situationen Bildungsangebote zur Verfügung, die an ihre spezifische Bedürfnissen angepasst sind. Dies sind zum Beispiel Schulen und Fördermaßnahmen, die Kinder, die lange nicht zur Schule gegangen sind, auf den Unterricht in einer staatlichen Schule vorbereiten. Lehrerinnen und Lehrer werden darin fortgebildet, die Kinderrechte zu achten und ihren Unterricht an die Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler anzupassen. Auch die von der Kindernothilfe geförderten Berufsausbildungsprogramme richten sich an der Realität der Kinder aus und zielen auf eine Verbesserung ihrer Lebensumstände.
Als Mitglied im Bündnis "Globale Bildungskampagne" macht die Kindernothilfe auf die verheerenden gesellschaftlichen Auswirkungen mangelnder Schulbildung in den Entwicklungsländern aufmerksam. Sie mobilisiert die Öffentlichkeit, auf Regierungen und die internationale Gemeinschaft einzuwirken, damit diese ihr Versprechen einhalten, eine kostenlose und qualitativ hochwertige Grundbildung für alle zu gewährleisten.
Für folgende Bildungs-Projekte brauchen wir dringend Unterstützung. Herzlichen Dank!