Weltweit hungern rund 862 Millionen Menschen. Unterernährung ist der größte Feind der Entwicklung: Wer Hunger hat, kann in der Schule nicht lernen, hat weder Kraft noch Hoffnung, für die Zukunft zu planen, leidet häufiger an Krankheiten. In allen Kindernothilfe-Projekten achten die Partner vor Ort auf eine ausgewogene Ernährung der Kinder und Jugendlichen. Außerdem werden die Menschen so weitergebildet, dass sie sich selbst versorgen können.
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Die Teilnehmer des Welternährungsgipfel 1996 setzten sich ein hohes Ziel: Die Zahl der Hungernden soll bis 2015 halbiert werden. Und bis 2025 soll der Hunger besiegt sein. Doch das Ziel scheint in weite Ferne zu rücken.
Keine Chance auf eine normale Kindheit
Kinder in unterentwickelten Länder sind gravierend benachteiligt.
Der Hunger hat Folgen: Mangel- und unterernährte Kinder bleiben in ihrer Entwicklung hinter Altersgenossen zurück. Dauerhafte seelische und körperliche Schäden drohen.
Foto: Christoph Engel
Wege aus der Armut
Die größten Hindernisse auf dem Weg zu einer Welt ohne Hunger sind Kriege und innergesellschaftliche Konflikte. Ohne Stabilität und Wirtschaftswachstum kommt der Kampf gegen den Hunger ebenfalls nicht voran. Wachstum muss vor allem in den ärmsten Ländern mit der Entwicklung ländlicher Räume und einer höheren Produktivität in der Landwirtschaft verknüpft werden. Die Armen müssten gezielt am wirtschaftlichen Fortschritt teilhaben und Zugang zu Arbeitsplätzen, Land, Krediten und Produktionsmitteln erhalten.
Der neue Hunger
Die steigenden Energiepreise haben die Lebensmittel verteuert. Veränderte Essgewohnheiten zum Beispiel in China und In-dien sorgen für eine größere Nachfrage nach Fleisch. „Und für ein Kilo Fleisch muss man sieben Kilo Grünfutter investieren", erklärt Auslandsvorstand Dietmar Roller. „Das heißt, Weide und Viehfutter verdrängen Nahrungsmittel für die Bevölkerung von den Feldern." Auch die wachsende Beliebtheit von Biodiesel sorgt dafür, dass vermehrt Raps, Mais, Zuckerrüben, Zuckerrohr für den Brennstoff angebaut werden. So füllen die landwirtschaftlichen Produkte der Entwicklungsländer nicht mehr hungrige Bäuche im eigenen Land, sondern die leeren Tanks von Autos in New York, London und Berlin. Seit vielen Jahren werden Nahrungsmittel an internationalen Börsen gehandelt - aber dass sie als Spekulationsobjekte dienen wie in letzter Zeit, ist neu. Der Klimawandel mit jahrelangen Dürreperioden und Überschwemmungen sorgt seit Jahren für Ernteausfälle und hungernde Menschen.
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Was tut die Kindernothilfe?
Eine ausgewogene Ernährung spielt in allen von der Kindernothilfe geförderten Projekten eine wichtige Rolle. In vielen Einrichtungen werden die Kinder und Jugendlichen schon frühzeitig mit landwirtschaftlichen Praktiken vertraut gemacht, die dem Klima und den Vegetationsbedingungen vor Ort angepasst sind. Die Kindernothilfe und ihre Partner setzen seit Jahren auf die Kleinbauern, um dem Hunger entgegenzuwirken. In Projekten wird auch versucht, Mütter zu schulen und ihre Kenntnisse über Anbaumethoden und Verwertung von Nahrungsmitteln zu verbessern. Ziel ist es, Menschen nicht dauerhaft von Hilfslieferungen abhängig zu machen, sondern ihnen ein selbständiges Leben zu ermöglichen.
Für folgende Projekte brauchen wir dringend Unterstützung. Herzlichen Dank!
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