Der aufblühende Drogenhandel, Arbeitslosigkeit, Prostitution und Gewalt bestimmen den Alltag vieler Familien in den Armenvierteln der brasilianischen Stadt Passo Fundo. Besonders erschreckend ist die rasante Verbreitung von HIV/Aids. Auch immer mehr Kinder infizieren sich mit der Krankheit. Kindernothilfe und die Partnerorganisation SOSA unterstützen von HIV/Aids betroffene Familien und leisten wichtige Präventions- und Aufklärungsarbeit (Proj. 94039).

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Projekt: Crescer e Conviver
Projekt-Nr.: 94039
geförderte Kinder: 98
Projektanteile gesamt: 252
Aids grassiert
In Passo Fundo stellt HIV/Aids eine wachsende Gefahr für viele Familien dar. Ungeschützter Geschlechtsverkehr und mehrfach gebrauchte Einwegspritzen zählen zu den häufigsten Ursachen für die Übertragung des tödlichen Virus. Neben den Krankheitssymptomen leiden die betroffenen Kinder und Erwachsenen unter der Ausgrenzung vom gesellschaftlichen Leben: Sie werden in der Schule, am Arbeitsplatz und nicht selten sogar in der eigenen Familie diskriminiert.
Hilfe für von HIV/Aids betroffene Familien
Die Projektmitarbeiter begleiten 144 Familien, darunter 98 Mädchen und Jungen, in ihrem Alltag. Die Betroffenen werden über die Krankheit und ihre Behandlungsmöglichkeiten informiert, wie sie medizinische Versorgung erhalten und ihr Leben trotz Krankheit meistern können. Die ärztliche Versorgung wird in einem örtlichen Krankenhaus durchgeführt. Besonders für die Kinder ist die psychologische Hilfe wichtig: Sie lernen, mit der Krankheit umzugehen und die Angst vor dem Tod zu verarbeiten. Wesentlich ist die Einbindung der Mädchen und Jungen in einen weitgehend "normalen" Alltag, um zu verhindern, dass sie ausgegrenzt werden. Alle Kinder besuchen daher eine öffentliche Schule und nehmen in der Projekteinrichtung am ergänzenden Förderunterricht teil. Spiel- und Freizeitangebote runden die Projektarbeit ab: In der Einrichtung können die Mädchen und Jungen einige unbeschwerte Stunden verbringen.
Aufklärung und Prävention
Informationsveranstaltungen zum Thema Aids u.a. an Schulen klären über die Ansteckung und die Risiken von HIV/Aids auf und helfen, die Diskriminierungen von Betroffenen zu verhindern. Dieser Teil des Projektes ist sehr wichtig, da durch die Aufklärung Neuinfektionen mit dem Virus reduziert werden.
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