
Das Grafitti-Segel sorgte für großes Aufsehen. Foto: Wallrich
Act Positive hat beim Jugendfestival "Voll die Ruhr" in Mülheim mächtig Rückenwind bekommen: Ein Schülerteam der Bochumer Hellweg-Schule ging für die Aids-Kampagne beim Floßrennen an den Start und holte den fünften Platz.
Das Act-Positve-Floß fiel aber nicht nur durch Schnelligkeit auf: Das Segel, das der Graffiti-Künstler Aleks von Sputto beim 2. Ökumenischen Kirchentag mit dem Motto "Fight Aids" besprüht hatte, sorgte für jede Menge Aufsehen.
Und auch an Land engagierten sich die Hellweg-Schüler kräftig für Act-Positive: Auf dem gleichzeitig stattfindenden Markt sammelten sie über 200 Unterschriften, um die EU zu mehr Engagement imKampf gegen Aids in Entwicklungsländern aufzufordern.
Die Kampagne wird von der Kindernothilfe zusammen mit den niederländischen Partnerorganisationen Woord en Daad, Stichting Tear Fund und Zoa-Vluchtelingenzorg, sowie A.C.E.T. aus der Slowakei im Herbst 2008 gestartet. Finanziert wird ein großer Teil der Kampagne, die bis Ende 2010 läuft, von der Europäischen Union.

Als Fünftplatzierte segelten die Hellweg-Schüler ins Ziel. Foto: Wallrich
Ziel ist es, europäische Jugendliche zum Thema HIV/AIDS in Entwicklungsländern zu informieren und mit ihnen zusammen gegen diese existenzielle Bedrohung zu kämpfen. Von HIV/AIDS betroffene Kinder und Jugendliche stehen im Fokus der Kampagne: Sie leiden durch eigene Infizierung, Verlust ihrer Angehörigen und mangelnde Lebensperspektiven extrem unter der Pandemie.
Innerhalb der Kampagne soll das Bewusstsein in der gesamten Bevölkerung für das Problem geschärft und Möglichkeiten zur Verbesserungen der Situation aufgezeigt werden. Dazu werden Forderungen an die EU-Politik bezüglich ihrer HIV/AIDS-Politik erarbeitet, denen durch die Sammlung von möglichst vielen unterstützenden Unterschriften aus den Niederlanden, Deutschland und der Slowakei Nachdruck verliehen werden soll.