
Grafik: Aktionsbündnis gegen Aids
Jedes Jahr infizieren sich rund 370.000 Kinder via Mutter-Kind-Übertragung bei der Geburt oder während der Stillzeit mit dem tödlichen HI-Virus. Das sind 1000 Kinder täglich. Das Risiko einer Infektion des Neugeborenen durch die Mutter liegt bei etwa 40 Prozent, durch umfassende Vor- und Nachsorge kann es auf 2 Prozent gesenkt werden.
Die Kampagne in9monaten des Aktionsbündnisses gegen Aids, die die Kindernothilfe unterstützt, setzt sich dafür ein, dass die Mutter-Kind-Übertragung bis zum Jahr 2015 gestoppt wird. Um das zu erreichen fordert sie:
Deutschland muss seine Zusagen für eine Erhöhung der öffentlichen Entwicklungshilfe einhalten, um den universellen Zugang zu Prävention, Behandlung, Pflege und Unterstützung aller von HIV und Aids betroffenen Menschen zu gewährleisten.
Bis zum Jahr 2015 sollte Deutschland seinen jährlichen Beitrag für den Gesundheitsbereich insgesamt auf rund 3,6 Mrd. Euro steigern. Davon sollten min. 1,5 Mrd. Euro für die Schlüsselmaßnahmen zur Bekämpfung von HIV eingesetzt werden
Deutschland soll seine Partnerländer in der Entwicklungszusammenarbeit dabei unterstützen, die WHO-Richtlinien umzusetzen.
Deutschland soll die EU-Charta gegen die Abwerbung ausländischer Fachkräfte unterschreiben, damit ÄrztInnen und Gesundheitspersonal aus Entwicklungsländern nicht länger Mängel in europäischen Gesundheitssystemen ausgleichen.
Bis 2015 kann man durch die weiterlaufende Finanzierung der Mutter-Kind-Prävention und durch Investition in die Gesundheitssysteme 400.000 Babys jährlich vor dem frühen Tod bewahren.
Mit zahlreichen Aktionen bundesweit bekräftigen die Kindernothilfe und das Aktionsbündnis gegen Aids diese Forderungen. So startete das Aktionsbündnis gegen Aids beim evangelischen Kirchentag in Dresden 2011 Graffitiaktionen um auf die Kampagne aufmerksam zu machen. Zusammen mit vielen mitwirkenden Jugendlichen wurde so die Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt und auf die Umsetzung der Forderungen gedrängt.
Auch beim Folkfestival in Duisburg-Rheinhausen unterstütze die Kindernothilfe die Kampagne. Engagierte Jugendliche gestalteten ein Bühnenprogramm, um Besucher auf die Kampagne aufmerksam zu machen und sie zur Unterstützung anzuregen. Stolze 1058 Unterschriften konnten sie sammeln!Wollt auch ihr die Kampagne unterstützen? Dann meldet euch bei uns!
Frank Mischo