Der aufblühende Drogenhandel, Arbeitslosigkeit, Prostitution und Gewalt bestimmen den Alltag vieler Familien in den Armenvierteln der brasilianischen Stadt Passo Fundo. Besonders erschreckend ist die rasante Verbreitung von HIV/Aids. Auch immer mehr Kinder infizieren sich mit der Krankheit. Kindernothilfe und die Partnerorganisation SOSA unterstützen von HIV/Aids betroffene Familien und leisten wichtige Präventions- und Aufklärungsarbeit (Proj. 94039).
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Aids grassiertHilfe für von HIV/Aids betroffene Familien
Zwischenzeitlich haben sich viele Betroffene von Passo Fundo im Verein SOSA organisiert. Ehrenamtlich kümmern sie sich um von Aids betroffene Kinder, Aids-Waisen und ihre Verwandten. Die Betroffenen werden über die Krankheit und ihre Behandlungsmöglichkeiten informiert, wie sie medizinische Versorgung erhalten und ihr Leben trotz Krankheit meistern können.

Auch bei den Schularbeiten weden die Kinder begleitet. Foto: Nathalie Schmoll
SOSA hat es nicht leicht. Da der Verein keine eigenen Räume hat, müssen immer wieder Notlösungen für die Arbeit mit den Kindern gefunden werden. Die wichtigste Aufgabe benötigt glücklicherweise keine Räumlichkeiten - es sind die unverzichtbaren Hausbesuche bei den Kindern und Jugendlichen. Liebevoll kümmern sich die Mitarbeiter um die pädagogische und psychologische Betreuung der jungen Menschen und ihren Familien. Die Kinder lernen, mit der Krankheit umzugehen und die Angst vor dem Tod zu verarbeiten.
Eine bitter nötige Arbeit, schließlich haben viele bereits ihre Mutter verloren oder müssen auf den drohenden Verlust vorbereitet werden. Da wird auch der Projektname verständlich: „crescer e conviver", Wachsen und Zusammenleben. Das müssen sie schaffen, sie müssen über sich selbst und über Aids hinaus wachsen. Der Staat sorgt für die medizinische Versorgung der Aids- Patienten. Doch zum Leben gehört mehr. Dafür gibt es SOSA.

Hier werden die Kinder nicht alleine gelassen. Foto: Nathalie Schmoll
Aufklärung und Prävention
Informationsveranstaltungen zum Thema Aids u.a. an Schulen klären über die Ansteckung und die Risiken von HIV/Aids auf und helfen, die Diskriminierungen von Betroffenen zu verhindern. Dieser Teil des Projektes ist sehr wichtig, da durch die Aufklärung Neuinfektionen mit dem Virus reduziert werden.
Ihre Spende für Brasilien hilft:
- 150 Aids-Waisen sowie von Aids betroffene Kinder und Jugendliche direkt zu unterstützen und sie intensiv zu begleiten
- Die Lebenserfahrung Aids-Betroffener in sinnvolle ehrenamtliche Arbeit einfließen zu lassen
- Tausende weitere Menschen mit Präventionsarbeit zu erreichen, da das Projekt gut vernetzt ist.
So hilft Ihre Spende:
Wie die Kindernothilfe Ihr Geld einsetzt
Die Kindernothilfe informiert ihre Paten und Spender jährlich, wie die eingegangen Spendenmittel verwendet und welche Projekte damit unterstützt werden. Von jedem gespendeten Euro kommen 85,8 Cent direkt den Kindern bzw. Projekten zugute. Eine detaillierte Übersicht finden Sie hier:
Für Ihre Spende danken wir Ihnen von Herzen!