Kindernothilfe e. V.

Brasilien: Hilfe für von HIV/Aids betroffene Kinder und ihre Familien

Wir wachsen über Aids hinaus - Betroffene Kinder und Jugendliche in Brasilien

Der aufblühende Drogenhandel, Arbeitslosigkeit, Prostitution und Gewalt bestimmen den Alltag vieler Familien in den Armenvierteln der brasilianischen Stadt Passo Fundo. Besonders erschreckend ist die rasante Verbreitung von HIV/Aids. Auch immer mehr Kinder infizieren sich mit der Krankheit. Kindernothilfe und die Partnerorganisation SOSA unterstützen von HIV/Aids betroffene Familien und leisten wichtige Präventions- und Aufklärungsarbeit (Proj. 94039).

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Projekt: Crescer e Conviver
Projekt-Nr.: 94039
geförderte Kinder: 122
Projektanteile gesamt: 580

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Aids grassiert
Tief im Süden Brasiliens liegt die Stadt Passo Fundo. Lastwagen und Busse aus Argentinien und Paraguay kommen hier vorbei und mit ihnen Waren aller Art aus den südlichen Regionen des Kontinents. Die Drehscheibe Passo Fundo ist berüchtigt für Drogenhandel, Gewalt, Prostitution, Arbeitslosigkeit und Aids. Wie überall in Lateinamerika sind arme und extrem arme Menschen am stärksten von Aids betroffen. Immer noch steigt die Zahl der HIV-Infizierten. Besorgniserregend ist, dass vor allem junge, alleinerziehende Frauen aus Favelas, die darauf angewiesen sind, sich und ihre Kinder irgendwie durchzubringen, besonders häufig Opfer von HIV-Neuinfektionen werden. Gegenüber ihren wechselnden Geschlechtspartner bringen sie oft nicht die Kraft auf, geschützten Sex zu verlangen. Einmal infiziert, verschlechtern sich ihre Chancen am Arbeitsmarkt massiv. In Brasilien wird Menschen, die HIV-positiv sind, offene Ablehnung zuteil.

Hilfe für von HIV/Aids betroffene Familien
Zwischenzeitlich haben sich viele Betroffene von Passo Fundo im Verein SOSA organisiert. Ehrenamtlich kümmern sie sich um von Aids betroffene Kinder, Aids-Waisen und ihre Verwandten. Die Betroffenen werden über die Krankheit und ihre Behandlungsmöglichkeiten informiert, wie sie medizinische Versorgung erhalten und ihr Leben trotz Krankheit meistern können.

Auch bei den Schularbeiten werden die Kinder begleitet. Foto: Nathalie SchmollzoomAuch bei den Schularbeiten weden die Kinder begleitet. Foto: Nathalie Schmoll SOSA hat es nicht leicht. Da der Verein keine eigenen Räume hat, müssen immer wieder Notlösungen für die Arbeit mit den Kindern gefunden werden. Die wichtigste Aufgabe benötigt glücklicherweise keine Räumlichkeiten - es sind die unverzichtbaren Hausbesuche bei den Kindern und Jugendlichen. Liebevoll kümmern sich die Mitarbeiter um die pädagogische und psychologische Betreuung der jungen Menschen und ihren Familien. Die Kinder lernen, mit der Krankheit umzugehen und die Angst vor dem Tod zu verarbeiten.

Eine bitter nötige Arbeit, schließlich haben viele bereits ihre Mutter verloren oder müssen auf den drohenden Verlust vorbereitet werden. Da wird auch der Projektname verständlich: „crescer e conviver", Wachsen und Zusammenleben. Das müssen sie schaffen, sie müssen über sich selbst und über Aids hinaus wachsen. Der Staat sorgt für die medizinische Versorgung der Aids- Patienten. Doch zum Leben gehört mehr. Dafür gibt es SOSA.

Hier werden die Kinder nicht alleine gelassen. Foto: Nathalie SchmollzoomHier werden die Kinder nicht alleine gelassen. Foto: Nathalie Schmoll Aufklärung und Prävention
Informationsveranstaltungen zum Thema Aids u.a. an Schulen klären über die Ansteckung und die Risiken von HIV/Aids auf und helfen, die Diskriminierungen von Betroffenen zu verhindern. Dieser Teil des Projektes ist sehr wichtig, da durch die Aufklärung Neuinfektionen mit dem Virus reduziert werden.

Ihre Spende für Brasilien hilft:
- 150 Aids-Waisen sowie von Aids betroffene Kinder und Jugendliche direkt zu unterstützen und sie intensiv zu begleiten
- Die Lebenserfahrung Aids-Betroffener in sinnvolle ehrenamtliche Arbeit einfließen zu lassen
- Tausende weitere Menschen mit Präventionsarbeit zu erreichen, da das Projekt gut vernetzt ist.

Bitte helfen Sie mit!
Unterstützen Sie die Kinder und Jugendlichen in Brasilien, denn sie brauchen dringend Ihre Hilfe! Helfen Sie mit einer Spende oder übernehmen Sie eine Projektpatenschaft.

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Wie die Kindernothilfe Ihr Geld einsetzt

Die Kindernothilfe informiert ihre Paten und Spender jährlich, wie die eingegangen Spendenmittel verwendet und welche Projekte damit unterstützt werden. Von jedem gespendeten Euro kommen 85,8 Cent direkt den Kindern bzw. Projekten zugute. Eine detaillierte Übersicht finden Sie hier:

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BLZ: 350 601 90
Bank für Kirche und Diakonie eG - KD-Bank
Stichwort: Z57421, Crescer e Conviver, Brasilien

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