Von den 215 Millionen weltweit arbeiten Kindern schuften 115 Millionen unter unzumutbaren Bedingungen. Dies stellt der aktuelle Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) fest (Stand Mai 2010). Armut treibt Familien dazu, ihre Kinder zur Arbeit zu schicken. Viele Kinder werden Opfer von Sklaverei, Kinderhandel oder Prostitution.
Die Kindernothilfe unterstützt Projekte, in denen Mädchen und Jungen vor Ausbeutung und Missbrauch geschützt werden. Im Deutschen Forum Kinderarbeit setzt sich die Kindernothilfe gemeinsam mit anderen Organisationen für eine differenzierte Auseinander-
setzung mit dem Thema Kinderarbeit und für die Durchsetzung der Rechte arbeitender Kinder ein.
Nach Schätzungen der IAO (Internationale Arbeitsorganisation) arbeiten in der Altersgruppe fünf bis 17 Jahre weltweit 215 Millionen Kinder.
In der Altersgruppe fünf bis 14 Jahre arbeiten
Etwa 115 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren arbeiten in Jobs, die zu den gefährlichen Formen von Kinderarbeit gehören. Dazu zählen u.a.

Foto: Christian Nusch
Erhebungen der IAO haben ergeben, dass sechs von zehn arbeitenden Kinder in der Land- und Forstwirtschaft, der Fischerei und der Jagd beschäftigt sind. Hier gibt es enge Verflechtungen zur informellen Wirtschaft, wo sich die mit Abstand höchste Zahl der arbeitender Kinder findet. So kommt es zum Beispiel vor, dass kommerzielle Plantagen Arbeiten an kleine landwirtschaftliche Familienbetriebe übertragen. Oder Familien stellen in Heimarbeit Waren her, die dann in Unternehmen (fürs Inland oder den Export) verwendet werden.
Der aktuelle IAO-Report zum Download (PDF)
An vielen Kindern geht die oft schwere körperliche und gefährliche Arbeit nicht spurlos vorüber. Kinder leiden unter:
Die Ursachen für Kinderarbeit stehen in engem Zusammenhang mit der Armut ihrer Familien: Arbeitslosigkeit, ungerechte Landverteilung, Verschuldung und Preisverfall der Rohstoffe führen dazu, dass Familien auf die Einkünfte der Kinderarbeit angewiesen sind. Fehlende soziale Absicherungen und Kürzungen der Sozialausgaben vieler Regierungen lassen aber auch erkennen, dass eine direkte Verbindung zwischen der Ausbeutung der Arbeitskraft von Kindern und der Entwicklung der Weltwirtschaft besteht.
Am 17. Juni 1999 nahmen in Genf 174 Mitgliedsländer der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) das neue “Übereinkommen über das Verbot und unverzügliche Maßnahmen zur Beseitigung der schlimmsten Formen von Kinderarbeit” an. Die Kindernothilfe hat mit großem Engagement den Beratungs- und Entscheidungsprozess der neuen Konvention begleitet.
Kindernothilfe-Position zum Thema Kinderarbeit
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