
Kinder müssen vor Missbrauch geschützt werden. Foto: Peterschröder
(Duisburg, November 2008) Vom 25. bis 28. November findet in Rio de Janeiro der 3. Weltkongress gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern statt. Das Bündnis ECPAT, dessen deutschem Zweig die Kindernothilfe angehört, organisiert den Kongress. Über 3000 Kinderrechtsexperten, hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie Kinder und Jugendliche werden wirksame Aktivitäten und Strategien zum Schutz vor sexueller Ausbeutung erörtern und abstimmen. Barbara Dünweller, Kinderrechtsexpertin der Kindernothilfe, hat den Kongress inhaltlich mit vorbereitet: "Wir fordern von den Staaten, Ombudstellen einzurichten. An diese könnten sich Kinder wenden und Missbrauchsfälle melden. Dazu müssen die Regierungen mehr Geld für den Schutz von Mädchen und Jungen bereit stellen."
Jedes Jahr werden mindestens zwei Millionen Kinder Opfer von sexueller Ausbeutung. Sie werden verschleppt, verkauft, in Bordellen gefangen gehalten und vergewaltigt. Die Kindernothilfe engagiert sich in Projekten und auf politischer Ebene dafür, Missbrauch zu verhindern und den Opfern behutsam zu helfen. So ist die Kindernothilfe ist Mitglied des internationalen Bündnisses ECPAT. "Jedes Kind hat Anspruch auf Schutz vor kommerzieller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch", so der Grundsatz des Vereins ECPAT Deutschland". Der bundesweite Zusammenschluss von 28 Institutionen und Gruppen setzt sich dafür ein, dass die UN-Kinderrechtskonvention eingehalten, Ursachen von Missachtung aufgezeigt und Verstöße verfolgt werden.
Projektbeispiel: Zuflucht für missbrauchte Kinder in Bangalore, Indien
Hintergrund: Gegen Kinderprostitution, Kinderhandel und Kinderpornografie
Pressemitteilung von ECPAT zum Weltkongress in Rio de Janeiro
Barbara Dünnweller