Kindernothilfe e. V.

Klimawandel

Studie: Klimawandel trifft Kinder in Armut besonders/ Auswirkungen des Klimawandels auf die Menschenrechte

Wirbelsturm in BirmazoomNach dem Wirbelsturm Nargis in Birma. Foto: Kindernothilfe-Partner (Genf/ Duisburg, 25. März) Kinder, die in Armut leben, leiden besonders unter den Folgen des Klimawandels. Probleme wie Unterernährung und Kindersterblichkeit werden sich durch das veränderte Klima weiter verstärken. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer Studie, die das Hochkommissariat für Menschenrechte jetzt im UN-Menschenrechtsrat vorgestellt hat.

„Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen für die Menschheit und hat ernsthafte Auswirkungen auf die Umsetzung der Menschenrechte", sagte Navi Pillay, Hochkommissarin für Menschenrechte im
Blog "Climate Thinkers".

In Genf tagt zurzeit der UN-Menschenrechtsrat. Er hatte bereits im März 2008 die Resolution 7/23 „Human Rights and Climate Change" verabschiedet. In ihr wird auf die Folgen der Erderwärmung gerade für die Bevölkerung armer Länder hingewiesen.

Studie: Menschen in Armut trifft Klimawandel hart
Die nun veröffentlichte Studie beleuchtet die Auswirkungen des Klimawandels auf die Menschenrechte und die Erfüllung der Menschenrechtsverträge durch einzelne Staaten. Ergebnis der Untersuchung: Vor allem besonders verwundbare Bevölkerungsgruppen spüren die Folgen des Klimawandels. Hierzu zählen Menschen, die in Armut leben, Frauen, Minderheiten sowie Kinder und Jugendliche. So vergrößert der Klimawandel bestehende Risiken für Kinder, etwa Unterernährung und Kindersterblichkeit. Auch die Bildung gerät in Gefahr: Zum Beispiel können Kinder die Schule nicht mehr besuchen, wenn sich die Lebensbedingungen der Familien verschlechtern. Besonders Mädchen sind betroffen. Sie müssen mehr Zeit aufwenden, um Feuerholz und Wasser zu besorgen, wenn die Ressourcen durch den Klimawandel knapp werden. Die Sterblichkeitsrate von Frauen und Kindern ist bei wetterbedingten Katastrophenereignissen wie Überschwemmungen besonders hoch.

Umweltbildung zentral
Gleichzeitig sind Kinder und Jugendliche wichtige Akteure, um Verhaltensänderungen für die Bekämpfung des Klimawandels durchzusetzen. Das Umweltbewusstsein der Kinder kann das Handeln der Haushalte und der Gemeinden, in denen sie leben, beeinflussen. Umweltbildung ist daher zentral. Junge Leute müssen durch verschiedenste Initiativen auf nationaler und internationaler Ebene als Akteure für den Klimaschutz gewonnen werden. Dabei spielt die Umsetzung der
 UN-Kinderrechtskonvention eine zentrale Rolle.

Menschen stärken beim Kampf gegen Folgen des Klimawandels
„Auch in der Arbeit vor Ort geht es darum, Einzelne und Gruppen zu stärken, damit sie ihre Rechte einfordern und ihr Leben an die veränderten klimatischen Bedingungen anpassen können. Sie dürfen nicht als passive Opfer dastehen", so Petra Stephan von der Kindernothilfe.

Download:

Studie "Klimawandel und Menschenrechte"

 

Kontakt:
Petra Stephan,
Tel.: +49 203 7789-185
Petra.Stephan@KNH.de

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