Hintergrund: Mädchen stärken

Mädchen und Frauen fördern

Magazin 2/2005 Titelgeschichte S. 6Foto: Uta Rademacher Mädchen und Frauen haben es in vielen Ländern besonders schwer. Mädchen gehen seltener zur Schule als Jungen, werden häufiger Opfer von Gewalt. Mädchen und Frauen haben oft nicht die Freiheit, über ihr Leben zu entscheiden. Die Kindernothilfe und ihre Partner fördern deshalb ganz gezielt Mädchen und Frauen. Denn: Die Gleichberechtigung von Mädchen und Frauen nimmt bei der Armutsbekämpfung eine Schlüsselrolle ein.

Frauen tragen die Hauptlast der Armut

- 70 Prozent der Armen in der Welt sind Frauen.
- Sie leisten weltweit mehr als die Hälfte aller Arbeitsstunden.
- Sie produzieren gerade in den Ländern des Südens den größten Teil der Nahrungsmittel.
- Mädchen und Frauen arbeiten oft im häuslichen oder ungeschützten Bereich der Schattenwirtschaft: im informellen Sektor.
- Sie haben keine rechtlich geschützte Stellung und sind ohne Renten- und Krankenversicherung.

Bildung stärkt Mädchen
Weltweit gehen 80 Prozent der Jungen zur Grundschule, aber nur 78 Prozent der Mädchen. Im südlichen Afrika werden nur rund 20 Prozent der Mädchen eingeschult. Zwei Drittel aller Schulabbrecher sind Mädchen. Ohne Schulbildung haben sie keine Chance auf eine Berufsausbildung. Sie heiraten früh und bekommen eher Kinder. Durch das fehlende Wissen fehlt den Frauen eine wichtige Voraussetzung, um Entscheidungen über ihr Leben treffen zu können. Bei längerem Schulbesuch der Mütter sinkt die Kindersterblichkeit. Frauen mit Schulbildung heiraten später, bekommen weniger Kinder und können sie besser versorgen.

Mädchen und Frauen wird in vielen Lebensbereichen Gewalt angetan

Was tut die Kindernothilfe?

Soll sich die Situation von Mädchen und Frauen verbessern, müssen Machtstrukturen geändert werden: Frauen brauchen weniger Macht über etwas, sondern eher zu etwas:

Die Kindernothilfe verbessert mit ihren Partnern vor Ort die Alltagssituationen von Mädchen und Frauen.
In ihrer Kampagnenarbeit setzt sich die Kindernothilfe dafür ein, dass sich die Situation von Mädchen und Frauen langfristig verbessert.

Für folgende Projekte brauchen wir dringend Unterstützung. herzlichen dank!


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