Kindernothilfe e. V.

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36 Millionen Kinder in Krisenländern haben keinen Zugang zu Schulbildung/ Die Globale Bildungskampagne fordert mehr finanzielle Hilfe seitens der Geberländer

50968_270x179_1280x853_0x0zoomBildung ist für viele Kinder ein Luxusgut. Foto: Ralf Krämer/ KNH (Berlin, 3. Juni 2008) Der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für das Recht auf Bildung, Vernor Muñoz, hat heute in Genf seinen Bericht zur Sicherung von Bildung für Mädchen und Jungen in Not- und Krisensituationen vorgestellt. Muñoz hebt in seinen Empfehlungen hervor, wie wichtig die Weiterführung von Schulunterricht für Kinder in Katastrophen- und Krisensituationen ist. Die Globale Bildungskampagne, der die Kindernothilfe angehört, fordert in diesem Zusammenhang die Bundesregierung auf, die Mittel für Bildungsangebote in der Entwicklungszusammenarbeit und in der humanitären Hilfe aufzustocken. Laut Muñoz müsste die Förderung von Bildung in Krisenregionen in alle Programme der humanitären Hilfe integriert werden. Nur so erreicht auch die Kinder in Krisenregionen die notwendige Hilfe, die ihnen den Schulbesuch ermöglicht.

Insgesamt ist die Entwicklungshilfe zur Bildungsförderung in armen Ländern viel zu gering. Laut UNESCO müssten Geberländer jährlich mindestens 11 Mrd. US Dollar (7 Mrd. Euro) zur Verfügung stellen, damit jedes Kind eine Schulbildung erhalten kann. Deutschland müsste nach Maßgabe seiner Wirtschaftskraft mindestens 537 Mio. Euro jährlich für die Förderung von Grundbildung bereitstellen. Tatsächlich jedoch gab die Bundesregierung im Jahr 2006 nur 68,5 Mio. Euro. für Grundbildung in Entwicklungsländern aus, gerade mal ein Prozent seiner gesamten bilateralen Entwicklungshilfe.

Millenniumsziel "Bildung für alle"
Das Ziel „Bildung für alle" ist eines der acht Millenniums-Entwicklungsziele, zu denen sich die Staatengemeinschaft im Jahr 2000 verpflichtet hat und die bis zum Jahr 2015 erreicht werden sollen. Die Globale Bildungskampagne fordert die Bundesregierung nachdrücklich auf, mit einer entsprechenden Budgetplanung und ausreichenden Finanzmitteln die Erreichung dieses Ziels zu unterstützen.

Globale Bildungskampagne
Die Globale Bildungskampagne (Global Campaign for Education - GCE) ist ein Bündnis von Entwicklungsorganisationen und Bildungsgewerkschaften in 150 Ländern. Ihr Ziel ist die Durchsetzung des grundlegenden Menschenrechts auf eine gebührenfreie und qualitativ gute Grundbildung für alle Menschen. In Deutschland engagieren sich CARE, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, die Kindernothilfe, Oxfam Deutschland , Plan, Save the Children, die Deutsche Welthungerhilfe, der World University Service und World Vision für die Globale Bildungskampagne. Schirmherrin ist Prof. Dr. Gesine Schwan, die Präsidentin der Europa Universität Viadrina in Frankfurt (Oder).

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