Kindernothilfe e. V.

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Globale Bildungskampagne fordert höhere Finanzzusagen für Bildung

(Bonn, 13. März) Auf dem informellen Treffen der EU-Entwicklungsminister am Dienstag, 13. März in Bonn kündigte Louis Michel, EU-Kommissar für Entwicklung und Humanitäre Hilfe, eine hochrangig besetzte Geberkonferenz für Bildung am 2. Mai in Brüssel an. Neben Louis Michel werden dort auch Weltbankpräsident Paul Wolfowitz und der britische Schatzkanzler Gordon Brown teilnehmen. Die Globale Bildungskampagne (Global Campaign for Education - GCE), ein Zusammenschluss von Nichtregierungsorganisationen und Bildungsgewerkschaften in über 150 Ländern, begrüßt diese Geberkonferenz ausdrücklich und wertet sie als ein Schlüsselmoment zur Erreichung des Ziels „Bildung für alle". Die Kindernothilfe schließt sich als Mitglied des Bündnisses dieser Einschätzung an.

50963_205x232_643x730_326x10zoomSchulkinder in Südafrika. Foto: Ralf Krämer Die reichen Länder könnten diese Geberkonferenz für Bildung zum bedeutendsten Meilenstein seit fünf Jahren werden lassen, wenn sie sich zu langfristigen und deutlich höheren Finanzzusagen als in der Vergangenheit entschließen würden. Denn nur so kann die Umsetzung des im Jahr 2000 während des Weltbildungsforums in Dakar formulierten Ziels erreicht werden, dass alle Menschen bis zum Jahr 2015 eine Chance auf Bildung erhalten.

Nächsten zwei Jahre sind richtungsweisend
Die kommenden zwei Jahre sind dafür richtungsweisend. Nach Berechnungen der Globalen Bildungskampagne müssten beispielsweise alle Kinder im schulfähigen Alter bis zum Jahr 2009 eingeschult sein, wenn allgemeine Grundbildung bis 2015 garantiert sein soll.

12 Milliarden US-Dollar zusätzlich nötig
Neueste Untersuchungen belegen, dass bereits Schritte in die richtige Richtung getan wurden. Seit 2000 ist die Zahl der Kinder weltweit, die nicht zur Schule gehen, von über 100 Mio. auf 80 Mio. gesunken. Insbesondere Mädchen haben heute einen besseren Zugang zu Schulbildung. Allerdings ist die bisherige Steigerung der Entwicklungshilfe für Bildung in den ärmeren Ländern bei weitem nicht ausreichend. Die Globale Bildungskampagne geht davon aus, dass mindestens 12 Mrd. US Dollar zusätzlich nötig sein werden um das Ziel „Bildung für alle" zu erreichen. Dies sind lediglich 0,1% der weltweiten Militärausgaben pro Jahr.

Motto: "Hand ind Hand für Bildung"
2007 lautet das Motto der Globalen Bildungskampagne „Hand in Hand für Bildung", in Anlehnung an einen Ausspruch Nelson Mandelas, der während eines Treffens der GCE in Mosambik betonte: „Wenn alle Kinder dieser Welt sich zusammenschließen, sind sie mächtiger als jede Regierung." In über 150 Ländern werden sich daher 2007 Menschen zur längsten Kette der Welt für Bildung zusammenschließen, um so Politikerinnen und Politiker an ihre Versprechen zu erinnern.

Zeit zu handeln
Die Botschaft der GCE an die politischen Entscheidungsträger ist eindeutig: Es ist Zeit zum Handeln! Alle Menschen dieser Welt haben ein Recht auf Bildung!

Weitere Informationen:

Kontakt:
Barbara Dünnweller, Kinderrechts-Expertin
Tel.: 0203-7789.180
E-Mail: barbara.duennweller@knh.de


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