Hundert junge Menschen aus ganz Deutschland kamen am vergangenen Wochenende auf dem Jugend-Klima-Gipfel in Berlin zusammen, um ihre Forderungen an die Energie- und Klimapolitik zu diskutieren. Ihr Engagement zeigte: Jugendliche lassen beim Thema Klimaschutz nicht locker, mischen sich ein und setzen die Politik unter Druck.

Kindernothilfe-Stand beim Jugend-Klima-Gipfel. Foto: klima-allianz
Der Klimawandel wird die junge Generation und vor allem deren Kinder und Kindeskinder mit seinen Folgen treffen. Gleichzeitig sind junge Menschen wichtige Akteure im Umwelt- und Ressourcenschutz: Werden sie für den Klimaschutz sensibilisiert, so werden viele von ihnen selbst aktiv. - Hierzu wollte der Jugend-Klima-Gipfel einen Beitrag leisten.
Am Samstag boten diverse Workshops den jungen Klimaschützer und Klimaschützerinnen Gelegenheit, sich über die Themen Konsum, UN-Klimaverhandlungen, Klimagerechtigkeit und Kohleprotest mit Experten auszutauschen. Anschließend diskutierten die Jugendlichen mit Vertretern parteipolitischer Jugendverbände und Jugend Gewerkschaftsvertretern. Am Stand der Kindernothilfe konnten sich die Teilnehmer über die Auswirkungen des Klimawandels auf Kinder und Jugendliche in den Ländern des Südens informieren.

Teilnehmerin der Silent Climate Parade. Foto: klima-allianz
Auch an der Silent Climate Parade, ein deutscher Beitrag zum weltweiten Klima-Aktionstag am 24. September, beteiligten sich die engagierten Jugendlichen.
Am Sonntag konnten sich die jungen Leute zur Klimabotschafterin / zum Klimabotschafter ausbilden lassen, um mit ihrer ganz persönlichen Geschichte auch andere Menschen davon zu überzeugen, sich gegen Klimawandel und für den Ausbau erneuerbarer Energien einzusetzen.
Die Rückschläge in den internationalen Klimaverhandlungen der letzten Jahre und der Erfolg kleiner Initiativen auf lokaler und regionaler Ebene haben gezeigt, dass gute Beispiele oft besser überzeugen als gute Argumente. Eine aktive Klimaschutzbewegung kann vorleben, dass Wohlstand und Klimagerechtigkeit in Nord und Süd sich nicht ausschließen müssen.

Kindernothilfe-Plakat am Infostand. Foto: klima-allianz
Das Ziel des Gipfels, neue Impulse in die Jugendklimabewegung in Deutschland zu geben und Jugendlichen aus ganz Deutschland eine verbandsübergreifende Plattform zu bieten, um sich miteinander zu vernetzen, wurde erreicht: Der Termin für einen erneuten Austausch steht bereits fest.
Organisiert hat die Veranstaltung die klima-allianz deutschland, ein breites gesellschaftliches Bündnis aus über 110 Umwelt- und Entwicklungsorganisationen dem auch die Kindernothilfe angehört, sowie dem Jugendbündnis Zukunftsenergie, einem Netzwerk von Jugend-Umweltorganisationen. Unterstützt wurde die Veranstaltung u.a. von der Kindernothilfe Stiftung.

Foto: Petra Stephan/Kindernothilfe
Stimme eines Gipfel-Teilnehmers im Kindernothilfe-Blog
Petra Stephan