In ihrer Lobbyarbeit setzt sich die Kindernothilfe für eine nachhaltige Klimapolitik ein. Sie ist der klima-allianz beigetreten. In dem Bündnis haben sich mehr als 60 Nicht-Regierungsorganisationen und Kirchen zusammengeschlossen. Eine der zentralen Forderungen: Klima- und Energiepolitik müssen zum Bestandteil der Entwicklungspolitik werden. Nur so können die Überwindung der Armut, die Millenniums-Entwicklungsziele und die Stabilisierung unseres Klimas erreicht werden.

Überschwemmungen wie in Bangaldesch häufen sich in Folge des Klimawandels. Foto: Jung
Gemeinsam mit mehr als 60 anderen Organisationen setzt sich die Kindernothilfe im Bündnis „klima-allianz" für eine nachhaltige Klimapolitik ein. Der Klimawandel trifft Mensch und Natur weltweit in einem Ausmaß, das historisch ohne Beispiel ist. Die Lebensgrundlagen und das Wohlergehen von Millionen Menschen, besonders in den Entwicklungsländern, sind extrem gefährdet. Der Klimawandel ist kein Schicksal; er ist Folge eines Mangels an Verantwortung, ein Mangel an Gerechtigkeit gegenüber den besonders betroffenen Menschen in Entwicklungsländern, den indigenen Völkern, nachfolgenden Generationen und der Schöpfung. Die Bekämpfung des Klimawandels ist der zentrale Prüfstein für eine solidarische Weltgesellschaft. Hierzu müssen, so eine zentrale Forderung der klima-allianz, die Industrieländer ihre Emissionen um mindestens 30 Prozent bis 2020 und 80 Prozent bis 2050 (gegenüber 1990) verringern. Weiterhin müssen Klima- und Energiepolitik zum integralen Bestandteil der Entwicklungspolitik werden, denn nur so können die Überwindung der Armut, die Millenniums-Entwicklungsziele und die Stabilisierung unseres Klimas erreicht werden.
Petra Stephan