Kindernothilfe e.V. Kindernothilfe e.V. Kindernothilfe e.V.

Aktuelle Nachrichten aus der Kindernothilfe-Lobbyarbeit

Red Hand Day 2010: Bündnis Kindersoldaten fordert Bundesregierung zu mehr Einsatz auf

(Berlin, Duisburg, 12.2.2010) Im Rahmen des Red Hand Day 2010 hat Bundesaußenminister Guido Westerwelle heute Vertreter des Deutschen Bündnisses Kindersoldaten und eine Aktionsgruppe empfangen. Während des Empfangs hat das Bündnis seine Forderung an die Bundesregierung unterstrichen, dass sie sich stärker im Kampf gegen einen Einsatz von Kindersoldaten engagieren müsse.

Red Hand Day 2010: Miriam Pielhau, Guido Westerwelle, Kindersoldat Henry, Wolfgang Niedecken (BAP), Barbara Dünnwellerzoomv.l.: Barbara Dünnweller (Kindernothilfe), Wolfgang Niedecken (BAP), der ehemalige Kindersoldat Henry, Bundesaußenminister Guido Westerwelle, Miriam Pielhau. Foto: Stefanie Pilick Eine Schülergruppe der Organisation terre des hommes stellte Außenminister Westerwelle die „Aktion Rote Hand" vor. Er zeigte sich vom Engagement der Schüler beeindruckt: „Dass ihr euch so für den Schutz von Kindersoldaten ins Zeug legt, das ist die wichtige Botschaft heute."

Barbara Dünnweller, Kinderrechtsexpertin bei der Kindernothilfe, wies im Gespräch mit Westerwelle darauf hin, dass die Bundesregierung auch eine Pflicht habe: „Ein Land wie die Bundesrepublik, das 2002 bei der Ratifizierung des Zusatzprotokolls eine führende Position eingenommen hat, muss jetzt darauf achten, dass die Länder, die das Protokoll ratifiziert haben, den Forderungen folgen." Bislang haben 131 Staaten das Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention ratifiziert, 61 Staaten noch nicht.

Kindernothilfe-Botschafterin Miriam Pielhau moderierte den Red Hand Day. Mit viel Einfühlungsvermögen führte sie durch ein Interview mit dem ehemaligen Kindersoldaten Henry, der als Spion in Sierra Leone gekämpft hatte. Wolfgang Niedecken, Frontsänger der Gruppe BAP, sang eine Akustik-Version des BAP-Liedes Noh Gulu.

Weltweit werden schätzungsweise 250.000 Kinder als Soldaten eingesetzt. Das Deutsche Bündnis Kindersoldaten hat 2004 die "Aktion Rote Hand" ins Leben gerufen, um auf diesen Missbrauch aufmerksam zu machen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf der ganzen Welt haben seit Gründung der „Aktion Rote Hand" 2004 über 300.000 Abdrücke roter Hände gesammelt, mehr als ein Drittel davon in Deutschland.

Der Aktionstag Red Hand Day erinnert an die Unterzeichnung des "Zusatzprotokolls Kindersoldaten" zur UN-Kinderrechtskonvention am 12. Februar 2002. Die Aktion ist weltweit Protest gegen den Einsatz von Kindersoldaten. Das Symbol der roten Hand wurde von einem Bündnis internationaler Menschen- und Kinderrechtsorganisationen, der "Coalition to Stop the Use of Child Soldiers" eingeführt.

Meldung des Auswärtigen Amtes: Einsatz von Kindersoldaten ächten 


Copyright © 2010 Kindernothilfe e.V. - Alle Rechte vorbehalten.