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Haiti: Hilfe nach dem Erdbeben

Haiti - ein langer Weg zur Normalität

Kindernothilfe in Haiti: Bitte unterstützen Sie unsere Hilfe in Haiti mit Ihrer Spende oder eine Wiederaufbau-Patenschaft. Vielen Dank! Foto: Jens Großmann.Bitte unterstützen Sie unsere Hilfe für Haiti!

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Immer noch ist unfassbar, was am 12. Januar in Haiti passierte: Fast 300.000 Haitianer verloren ihr Leben, über eine Million stehen seither vor dem Nichts. Unsere Hilfe vor Ort geht stetig weiter. Wir helfen den Menschen sinnvoll und nachhaltig und arbeiten an der Seite der Haitianer daran, dass die Kinder endlich wieder Hoffnung schöpfen können. Seit 1981 sind wir in Haiti tätig und können auf langjährige Erfahrung und gute Partner zurückgreifen. Unterstützen Sie uns bitte weiterhin mit Ihrer Spende oder die Übernahme einer Wiederaufbau-Patenschaft (Proj. 44448/AD/55).

Herzlichen Dank!
Dank Ihrer überwältigenden Unterstützung konnten wir in Haiti bereits sehr viel erreichen- ein Rück- und Ausblick:

Medizinische Soforthilfe
Wir konnten nach dem Beben schnell mit der Soforthilfe beginnen. Es ging zunächst um das Überleben der verletzten Kinder und ihrer Familien. Unser Koordinator vor Ort, Ruben Wedel, lebte jahrelang in Haiti, kennt sich dort bestens aus und war schon bei einigen Katastrophen für uns im Einsatz. Gemeinsam mit einem Ärzteteam von humedica erreichte er am 15. Januar die Hauptstadt Port-au-Prince. Es wurde ein Einsatz mit sehr wenig Schlaf und enormem persönlichem Engagement. Schon drei Tage später waren über 500 Kinder und Erwachsene behandelt, aber auch alle Medikamente verbraucht. Dringend erwarteten die Helfer einen Versorgungsflug mit lebensrettenden Medikamenten und OP-Material. Fotos

Foto: Jürgen SchübelinVersorgung der Kinder mit Lebensmitteln. Foto: Jürgen Schübelin. Nahrung, Trinkwasser, Notunterkünfte
Auch Nahrungsmittel, Filter zur Wasseraufbereitung und Planen mussten schnell ins Land. Gerade rechtzeitig trafen 30 Tonnen Material ein, genug, um die nächsten Tage Tausende Menschen mit Wasser, Nahrung, Medikamenten, aber auch mit Notunterkünften zu versorgen. Zwischenzeitlich hatte Ruben Wedel Kontakt zu unserem Haiti-Koordinator Alinx Jean Baptiste aufgenommen. Unermüdlich versuchten die beiden sich ein Bild von der Situation unserer Projekte zu machen und halfen wo sie konnten. Bis heute ist die Lage unübersichtlich. Viele Familien sind mit ihren Kindern von Port-au-Prince aufs Land geflohen, raus aus den Trümmern, die ihnen kein Zuhause mehr boten.

Kinderzentrum in Carrefour. Spielen und Lernen hilft, das Erlebte besser zu verarbeiten. Foto: Jürgen Schübelin.Kinderzentrum in Carrefour. Spielen und Lernen hilft, das Erlebte besser zu verarbeiten. Foto: Jürgen Schübelin.

Erstes Kinderzentrum
Den Kindern, die hilfesuchend unsere teilweise völlig zerstörten Einrichtungen erreichen, geben wir täglich eine warme Mahlzeit, psychologische Betreuung und einen Platz zum Ausruhen. Auf dem Gelände der großen Heilsarmee-Schule für 2.000 Mädchen und Jungen in Port-au-Prince ist ein aus Zeltplanen errichtetes Kinderzentrum entstanden, wie auch an acht weiteren Orten in Haiti. In den Kinderzentren werden die Kinder registriert, um sie zu schützen und sie persönlich, gesundheitlich und familiär zu begleiten. Derzeit stehen vier weitere Zentren kurz vor der Eröffnung. Das Spielen und Lernen in den Zentren hilft den Kindern, zur Normalität zurückzufinden und ihre schrecklichen Erlebnisse zu verarbeiten. Mehr zu unseren Kinderzentren.

Unser provisorisches Notschul-Programm hat begonnen. Foto: Jürgen Schübelin.Unser provisorisches Notschul-Programm hat begonnen. Foto: Jürgen Schübelin.

Not-Schulen
Für so manches Kind hat auch die Schule wieder begonnen. Es ist ein Notschulprogramm, da die meisten Schulen unbrauchbar sind. In großen Zelten oder unter freiem Himmel setzen die Lehrer ihren Unterricht fort. „Es ist ein Stück Normalität und es tut gut, die Kinder dabei zu beobachten, wie sie sich am Unterricht beteiligen und Fragen zu ganz anderen Themen dieser Welt stellen.” Christian Jung, der Ruben Wedel nach 14 Tagen abgelöst hat, erlebt immer wieder solche kleinen Inseln der Normalität in der schwierigen Realität Haitis: „Mich erstaunt der Lebensmut der Kinder hier, sie wollen wieder Lernen, Lachen und an morgen denken. Ihre ganze Zukunft liegt vor ihnen, sie wollen mithelfen, ein lebenswertes Haiti zu gestalten, der Wille und die Kraft der Kinder ist faszinierend."

Vor Ort für die Kindernothilfe: Christian Jung. Foto: Jens GroßmannFür uns vor Ort: Christian Jung. Foto: Jens Großmann. Wiederaufbau
Vier Mitarbeiter planen derzeit unsere Wiederaufbau-Projekte: Jürgen Schübelin, Detlef Hiller, Christian Jung (Foto) und Alinx Jean Baptiste. Sie werden die einheimische Bevölkerung mit einbeziehen und ihre Selbsthilfekräfte stärken. In den Bergen kann man bereits erahnen, was an mehreren Standorten passieren soll: Dort haben die „Petites Soeurs de Sainte Thérese" beim Einsturz einer Schule 150 Kinder und mehrere Ordensschwestern verloren. Hier wird eine eingeschossige, erdbebensichere Schule für 1.800 Kinder entstehen. Mit bemerkenswerter Stärke haben die Ordensschwestern bereits Pläne gezeichnet und mit einem Notschulprogramm für 200 Kinder begonnen.

Für die Zukunft der Kinder! Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit. Foto: Jens Großmann.Für die Zukunft der Kinder! Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit. Foto: Jens Großmann. Schulen und Ausbildungszentren
Weitere Planungen für den Wiederaufbau laufen auf Hochtouren, darunter der Neubau bzw. die Instandsetzung von drei zerstörten Schulen, einem Kinderheim und sechs Ausbildungszentren. Wir haben Architekten beauftragt, die Erdbeben-Schäden fachkundig abschätzen und die nötigen Schritte einleiten. Hinzu kommt die Weiterführung der Projektarbeit unter völlig neuen Vorzeichen. Wir werden uns weiter um die Restavèk-Kinder kümmern, die vor ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen in fremden Familien geschützt werden müssen und wie schon vorher dazu beitragen, die Lebensgrundlagen für die ärmsten Menschen Haitis zu verbessern.

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