Weihnachtsspenden-Aktion der WAZ Mediengurppe
Für ein Leben nach dem Missbrauch:
Mit der WAZ Mediengruppe Gewaltopfern in Guatemala helfen
„Ein Paradies für Mörder und andere Schwerverbrecher": Diese bitteren Worte wählen Guatemalteken nicht selten, um die exzessive Gewalt und Straflosigkeit in ihrer Heimat zu beschreiben. Die Kinder Guatemalas trifft es besonders hart: Über 3.300 wurden in den vergangen zwei Jahren getötet, laut UN-Studie sind 70 Prozent der Kinder und Jugendlichen in ihrem häuslichen Umfeld Opfer von Prügel, sexuellem Missbrauch und anderer Gewalt.
Der Staat hilft seinen Kindern kaum, die Wunden zu heilen, der Gewalt zu entkommen und sie präventiv zu schützen. Die einzige Einrichtung im bitterarmen Land, bei denen sie kostenlos umfassende Unterstützung bekommen, ist der lokale Kindernothilfe-Partner Comisión Nacional contra el Maltrato y Abuso Infantil (Conacmi). Mit der diesjährigen Weihnachtsspenden-Aktion der WAZ Mediengruppe helfen Leser das Programm auszubauen - helfen Sie mit!
WAZ-Reporterin Annika Fischer und Fotograf Jakob Studnar reisten mit uns nach Guatemala. In den kommenden Wochen stellen sie das Projekt und das Land in Zeitungen der WAZ Mediengruppe vor. Die Beiträge finden Sie auch bei uns:
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Foto: Studnar
Vielleicht hätte Oma Lucrecia etwas merken müssen. Es gab ja Anzeichen, „Dinge", sagt die alte Dame heute, „die für sich sprachen". Die verrammelte Tür zu Hause bei den Enkeltöchtern.
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Foto: Studnar
Yesica, Josefina und der kleine Carlos spielen heute Karten. Karten, die Gesichter zeigen, zornige, weinende, verzweifelte, lachende. Die Kinder lachen nicht. Josefina hat eine wütende Fratze in der Hand, aber was sie sagt, ist: „Triste." Traurig. Sie kennen die anderen Gefühle nicht und nicht ihre Namen. Sie wissen nur, wie sich die Schläge der Mutter anfühlen, die Hand des Vaters zwischen ihren Beinen oder heißes Tortillafett im Gesicht.
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Foto: Studnar
Yesica ist heute 17 – und es geht ihr gut. Denn der Mann, der sie jahrelang missbrauchte und ihre Mutter verprügelte, sitzt im Gefängnis: ihr Vater.
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Foto: Studnar
An einem regnerischen Tag Ende November war es für Danielas kleine Schwester zu viel: Sie rannte aus dem Haus, den Hang hinunter und durch das halbe Land zu den Großeltern. Sie, die nie aufbegehrt hatte, die den Stock aushielt auf ihrem Kopf und das Stromkabel auf ihrer Haut, bis der Zorn der Mutter verrauchte.
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Foto: Studnar
Die Psychologin sagt, Thelma sei „eine Prinzessin". Ein stolzes Maya-Mädchen, eine starke Persönlichkeit, eine Kämpferin für ihre Kultur. Thelmas Leben ist aber alles andere als das einer Königstochter.
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Foto: Studnar
Auf den ersten Blick sieht Justin nicht arm aus. Aber er ist ein armer Kerl. Ein übergewichtiges Kind unter Millionen unterernährten in Guatemala. Justin hat sich ein dickes Fell angefuttert: sein Schutzmantel gegen die Schläge des Vaters, das Trostpflaster der Oma, die versucht, seinen Schmerz mit Schokolade zu lindern.
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Foto: Studnar
Vom Vater missbraucht, von einer Tante misshandelt: Die Hilfsorganisation „Conacmi" gab Marleni neue Kraft. Das Mädchen aus Guatemala hat ein schlimmes Leben hinter sich.
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Foto: Studnar
Der Guatemalteke an sich ist ja kein schlechter Mensch, woher also kommt all die Gewalt gegen Kinder in dem lateinamerikanischen Land? Fünf Erklärungsversuche von Miguel Angel López, Direktor der Hilfsorganisation Conacmi.
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Foto: Strauch
Im UN-Ranking zum Entwicklungsstand aller Staaten der Welt steht Guatemala auf Platz 132 von 187, auf dem ganzen amerikanischen Kontinent ist nur Haiti auf einem schlechteren Platz. Fast zwei Drittel der Bevölkerung, vor allem auf dem Land, leben in Armut, fast die Hälfte aller Kinder und damit die meisten in Lateinamerika, gelten als unterernährt.
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Foto:Studnar
Bilder, die Mut machen: Sie zeigen die Arbeit im Projekt und wie die Kinder ihr Leben zurückgewonnen haben.
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