"Versprechen halten - Leben retten" - Aktionstag zum 10-jährigen Bestehen des Globalen Fonds

"Versprechen halten - Leben retten" - Aktionstag zum 10-jährigen Bestehen des Globalen Fonds

Zum 10-jährigen Bestehen des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria machen die Kindernothilfe und das Aktionsbündnis gegen Aids mit einer bundesweiten Fotoaktion Druck auf die Bundesregierung. Die versprochenen 200 Millionen Euro jährlich wurden nicht in den Haushalt 2012 und 2013 gestellt - das muss sich ändern!

Seit seiner Gründung vor zehn Jahren ist der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM) das weltweit wichtigste Finanzierungsinstrument im Gesundheitsbereich geworden. Die inzwischen in 150 Ländern finanzierten Präventions- und Behandlungsprogramme des Fonds konnten bisher fast 8 Millionen Menschenleben retten. So wurde beispielsweise die Zahl der Menschen mit Zugang zu Aidsmedikamenten seit seiner Gründung von 250.000 auf etwa 6,6 Millionen gesteigert. Doch diese erfolgreiche Arbeit ist nun in Gefahr.

Durch fehlende Finanzzusagen der Geberländer fehlen dem Fonds momentan 1,5 Milliarden Euro. Auch die deutsche Bundesregierung hat ihr Versprechen, dem Fonds in den Jahren 2012 und 2013 jeweils mindestens 200 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, nicht gehalten. Anfang 2011 stellte Bundesminister Dirk Niebel die Zahlungen ein, nachdem die Fonds-Verantwortlichen Mittelfehlverwendungen in vier seiner Empfängerländer vorgeworfen wurden. Mittlerweile wurde ein erheblicher Teil der Gelder mit beispielloser Transparenz und Entschlossenheit zurückerlangt, die Zahlungen für 2012 und 2013 sind jedoch weiter unsicher. „Durch die unsichere Finanzlage verlieren zehntausende HIV/Aids Betroffene in den ärmsten Ländern den Zugang zu lebensrettenden Medikamenten", kommentiert Frank Mischo, Aidsexperte der Kindernothilfe, die aktuelle Situation.

Zum 10-jährigen Bestehen des Globalen Fonds fordern die Kindernothilfe und das Aktionsbündnis gegen Aids deshalb im Rahmen der Kampagne "Versprechen halten - Leben retten" mit dezentralen Fotoaktionen in vielen Städten Deutschlands die Bundesregierung auf, ihre Versprechen zu halten und dem Fonds mindestens die zugesagten 200 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.

Mit Unterschriftenaktionen und einem Onlinevoting können Sie sich daran beteiligen!

Hier geht es zum Online-Voting!

Mercy Chidi, Projektleiterin unserer Partnerorganisation Ripples International in Kenia erläutert in einem Interview, welche Folgen die Finanzlücke in ihren Projekten vor Ort hat. Etwa 600 Mädchen und Jungen erhalten dort Medikamente, die vom Globalen Fonds bezahlt werden. Diese Versorgung kann künftig nicht gewährleistet werden, wenn die Mitglieder des Globalen Fonds ihre Beiträge nicht wie versprochen leisten.


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