
Josephine heute. Sie zeigt ein Foto von sich, das beim ersten Besuch des Filmteams 1998 entstand. Foto: Pascal Rest
„Ich bin ein Aasgeier!" sagt Josephine. Die 13-jährige schuftet wie hunderte andere Kinder auf einer der größten Müllhalden von Manila, Hauptstadt der Philippinen. Im stinkenden Müll suchte sie nach wieder verwertbaren Abfallresten, die sie an Recyclinghändler verkauft. Eine gefährliche Arbeit. Doch ihre Familie braucht das Geld. Josephine hat keine Wahl. Nur einen großen Traum: „Ich möchte einmal Lehrerin werden und meine Familie fortbringen von hier!" erzählt sie Reporter Martin Buchholz. Das war 1998.
Zehn Jahre später kehrt Martin Buchholz nach Manila zurück: Was ist aus Josephine geworden? Konnte sie ihren großen Traum verwirklichen? Mitten auf der Müllhalde beginnt eine beeindruckende Spurensuche.
Die „Gott und die Welt"-Reportage des WDR schildert den eindrucksvollen Überlebenskampf einer philippinischen Familie und geht der Frage nach, ob Müllsammler wie Josephine überhaupt eine Chance haben, den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen.
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