Friedrich Hagemann sagt, er tue es vor allem für die Menschen in der Dritten Welt, aber auch ein wenig für sich selbst. Es sei eben ein Geben und Nehmen. Friedrich Hagemann hilft gerne, auch weil es ihm selbst geholfen hat, der zu werden, der er ist. Der Landwirt aus Wuppertal ist der erste Stifter der Kindernothilfe-Stiftung. Menschen wie er haben die Kindernothilfe-Stiftung, die am 19. Mai 1999 gegründet wurde, groß gemacht.

Friedrich Hagemann. Foto: Christine Taylor
Begonnen hat das Engagement von Friedrich Hagemann vor über 30 Jahren. Die hungernden Kinder von Biafra haben ihn zur Kindernothilfe gebracht – damals wusste er: „Dagegen musst du etwas tun.” Friedrich Hagemann hat sich sein Leben lang engagiert – in lokalen Initiativen, Genossenschaften und Verbänden. Trotz seiner harten, körperlichen Arbeit führte er dem Landwirtschaftsverband Wuppertal Ost die Bücher, half in seiner Gemeinde beim Aufbau eines Dritte-Welt-Ladens, engagierte sich im Beirat der Landschaftsbehörde der Stadt Wuppertal.
„Langeweile”, erklärt der passionierte Fallschirmspringer, Pilot und Drachenflieger energisch, „ist für mich ein Fremdwort”. „Am liebsten”, sagt er und seine Augen funkeln, „wäre ich nach meiner Pensionierung nach Südamerika gegangen.” Seine Fähigkeiten, sein Wissen und Können an die Bauern in den armen Ländern des Südens weiterzugeben, ihnen dabei zu helfen, ihr Land zu bewirtschaften – das ist sein großer Traum. „Mein Drang in die Ferne”, sagt der Vater von drei erwachsenen Söhnen schmunzelnd, „wurde in andere Bahnen gelenkt”. Statt nach Südamerika auszuwandern, hat Friedrich Hagemann seine „Ersparnisse” in der Kindernothilfe-Stiftung angelegt. „Dort”, so sagt er, „ist das Geld gut aufgehoben.”