"Jedes Kind hat Anspruch auf Schutz vor kommerzieller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch", so der Grundsatz des Vereins "ECPAT Deutschland" (Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung). Ecpat e.V. Deutschland: das ist ein bundesweiter Zusammenschluss von 28 Institutionen und Gruppen. Der Verein setzt sich dafür ein, dass die UN-Kinderrechtskonvention eingehalten, Ursachen von Missachtung aufgezeigt und Verstöße verfolgt werden. Die Kindernothilfe ist Mitglied und setzt sich vor allem auf politischer Ebene dafür ein, den Schutz von Kindern voranzutreiben.

Kindernothilfe-Plakatkampagne 2004. Grafik: Purwerk
Jedes Jahr werden mindestens zwei Millionen Kinder Opfer von sexueller Ausbeutung. Sie werden verschleppt, verkauft, in Bordellen gefangen gehalten und vergewaltigt. Immer mehr Länder werden zum Urlaubsziel von Reisenden, die sich ohne Angst vor Strafverfolgung an Kindern sexuell vergreifen. Eine der Hauptursachen liegt in den wirtschaftlichen und sozialen Problemen vieler Länder. Armut und das Fehlen einer Schulausbildung bringen viele Kinder dazu, ihren Körper zu verkaufen – auch an zahlungskräftige Reisende. Doch nicht nur Sextourismus, sondern auch familiärer Missbrauch und die zahlreichen Vergewaltigungen in kriegerischen Auseinandersetzungen haben entsetzliche Auswirkungen. Seit 1949 gilt Vergewaltigung in Kriegen als Verstoß gegen das Völkerrecht.
Die UN-Konvention (Artikel 34)
"Die Vertragsstaaten verpflichten sich, Kinder vor allen Formen sexueller Ausbeutung und Missbrauch zu schützen. Zu diesem Zweck treffen die Vertragsstaaten insbesondere alle geeigneten innerstaatlichen, zweiseitigen und mehrseitigen Maßnahmen, um zu verhindern, dass Kinder
Anders Reisen
Der Verein Ökologischer Tourismus in Europa (Ö.T.E.) informierte auf seinen Internetseiten über sozial und ökologisch verträgliche Formen des Reisens.