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Kindernothilfe-Büro in Tegucigalpa überfallen

 (Tegucigalpa/Duisburg, 10.2.2006) Am Donnerstagnachmittag um 14.15 Uhr ist das Kindernothilfe-Büro in Tegucigalpa/Honduras von zwei bewaffneten Männern überfallen worden.

Zu dieser Zeit hielten sich zwei Mitarbeiterinnen dort auf. Die Männer bedrohten sie mit ihren Schusswaffen, beschimpften und beleidigten sie und forderten die Anwesenheit von Dr. Elmer Villeda, dem Koordinator des KNH-Honduras-Programms. Er nahm zu diesem Zeitpunkt an einem Treffen mit Organisationen, die in Honduras gegen Kinderarbeit kämpfen, teil.

Nur die Geistesgegenwart der beiden Mitarbeiterinnen verhinderte Schlimmeres. Sie erklärten den Angreifern, dass in wenigen Minuten eine Reihe von Leuten zu Bewerbungsgesprächen in das Büro kommen würde. Die Bewaffneten verlangten die Aushändigung des Laptops, der Filmkamera mit einer Reihe von belichteten Kassetten, der Handys, Sparbücher und sämtlichen Bargeldes, das sich im KNH-Büro befand. Außerdem wurden ein Packen mit deutschen Patenbriefen an die Kinder in Honduras sowie weitere Korrespondenz und Bankunterlagen gestohlen.

Laut Dr. Villeda deutet vieles darauf hin, dass hier ganz gezielt das KNH-Büro zum Ziel für einen solchen Angriff gewählt wurde, und zwar auf der Grundlage von präzisen Informationen über das Engagement der Kindernothilfe in diesem Land. Er hat Strafanzeige gestellt und die Kriminalpolizei aufgefordert, alles zu unternehmen, um den Überfall aufzuklären und das Kindernothilfe-Team in Honduras zu schützen. Die beiden Mitarbeiterinnen stehen unter Schock.

Die Kindernothilfe hat in der Zwischenzeit den Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Tegucigalpasowie die wichtigsten Menschenrechtsorganisationen in Honduras über den Überfallinformiert. Um das KNH-Honduras-Team zu schützen, wurde beschlossen, mit dem Kindernothilfe-Büro umzuziehen. An der Anschrift für die Patenschaftskorrespondenz mit Honduras ändert sich dadurch jedoch nichts.


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